Einmischung in Konflikt
Syriens Außenminister kritisiert UN-Gremium

Syriens Außenminister hat einzelne UN-Sicherheitsratsmitglieder angegriffen. Sie würden den Terror in seinem Land unterstützen, sagte er auf der Vollversammlung. Die UN hat im Syrien-Konflikt noch keine Linie gefunden.
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New YorkMit scharfen Worten hat der syrische Außenminister Walid Moallem am Montag einzelne Mitglieder des UN-Sicherheitsrats angegriffen. Einige von ihnen würden den Terrorismus in seinem Land unterstützen, sagte er am Montag in einer Rede vor der UN-Vollversammlung in New York.

Das höchste UN-Gremium ist im Umgang mit dem seit über 18 Monaten anhaltenden Syrien-Konflikt noch immer tief gespalten: Während die USA, Großbritannien und Frankreich auf einen Machtwechsel in Syrien dringen und sich hinter die Opposition stellen, stemmen sich Russland und China gegen Rücktrittsforderungen an Präsident Baschar Assad und legten bereits Vetos gegen drei Syrien-Resolutionen ein.

Alle Forderungen nach einem Rücktritt Assads bezeichnete Moallem in seiner Rede vom Montag als „eklatante Einmischung“ in innere Angelegenheiten Syriens. Zudem sei Frieden in Syrien ausgeschlossen, solange die Türkei, Saudi-Arabien, Katar und andere weiterhin die Opposition bewaffneten und finanziell unterstützten. Ein Fahrplan für einen Übergang zu mehr Demokratie könne nur durch einen Dialog innerhalb Syriens zustande kommen, sagte Moallem weiter. Die Opposition lud er „zur Zusammenarbeit ein, um das syrische Blutvergießen zu beenden.“

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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