Einschneidendste Reform seit Zweitem Weltkrieg
9 11-Kommission fordert zentrale Steuerung der US-Geheimdienste

In ihrem Abschlussbericht fordert die Untersuchungskommission zum 11. September 2001, dass alle Geheimdienste in den USA einer zentralen Leitung unterstellt werden. Der neue Direktor soll Kabinettsrang erhalten.

HB BERLIN. Die US-Kommission, die die Terroranschläge in New York und Washington untersuchte, besteht in ihrem Abschlussbericht auf einer neuen Führungsstruktur für die 15 amerikanischen Geheimdienste. Deren Arbeit solle künftig von einem Direktor überwacht werden, der den Rang eines Kabinettsmitglieds haben solle, wurde aus informierten Kreisen vorab bekannt.

Der Bericht soll am kommenden Donnerstag veröffentlicht werden. Darin wird offenbar auch gefordert, dass der zentrale Geheimdienstchef auch die Etats der Dienste kontrollieren solle. Politischen Beobachtern zufolge wäre dies die einschneidendste Reform der US-Geheimdienste seit dem Zweiten Weltkrieg. Die CIA, das FBI, das Pentagon und der Nationale Sicherheitsrat würden durch die Änderungen erheblich an Einfluss verlieren.

Die Kommission hatte den Behörden bereits gravierende Versäumnisse im Zusammenhang mit den Anschlägen vom 11. September 2001 vorgeworfen. Laut Presseberichten wird in dem Bericht zudem gefordert, dem Parlament eine größere Kontrolle über die Geheimdienste zu ermöglichen. Außerdem solle die Bundespolizei FBI umstrukturiert werden.

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