Einseitige Schritten möglich
Scharon droht Palästinensern

Der israelische Regierungschef Ariel Scharon will bei einem Scheitern des Nahost-Friedensplans (roadmap) einseitig Schritte zur Trennung von den Palästinensern einleiten.

HB JERUSALEM/RAMALLAH. „Israel wird nicht endlos warten“, sagte Scharon am Donnerstagabend in einer sicherheitspolitischen Rede in Herzlia bei Tel Aviv. Er betonte, der von den UN, USA, der EU und Russland verfasste roadmap-Vorschlag sei für Israel „der einzige (Friedens-) Prozess, der verwirklicht werden kann“. Dieser verlangt von den Palästinensern unter anderem die Einstellung aller Terrorakte und von Israel den Abbau von Siedlungen.

Scharon forderte die Palästinenser auf, sich zu ändern, stellte ihnen aber kein zeitlich befristetes Ultimatum: „Israel wird nicht endlos warten und einseitige Schritte unternehmen, um die Auseinandersetzungen zwischen Israelis und Palästinensern zu minimieren und dadurch maximale Sicherheit für die israelischen Bürger zu erreichen.“

Die einseitigen Schritte bestünden unter anderem in der Verlegung einiger israelischer Siedlungen, „die sich inmitten einer dichten palästinensischen Bevölkerung befinden“. Er nannte aber weder Namen noch Zahlen. Außerdem würden die israelische Streitkräfte auf „Linien, die zu einem besseren Schutz israelischer Bürger führen, umgruppiert“.

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