Einwohner von Außernwelt abgeschnitten
Rebellen sperren Straßen in Richtung Kathmandu

Die 1,5 Millionen Einwohner der nepalesischen Hauptstadt Nepal sind von der Außenwelt abgeschnitten. Maoistische Rebellen haben am Mittwoch alle Straßen in Richtung Kathmandu blockiert.

HB NAGDHUNGA. Die Rebellen wollen die konstitutionelle Monarchie in dem völlig verarmten Königreich im Himalaya stürzen und einen kommunistischen Staat errichten. Mit der Blockade der Hauptstadt wollen sie gefangene Rebellen freipressen und die Ermittlung in der Tötung von Maoisten erzwingen. Die Regierung des zwischen Indien und China gelegenen Landes hat auf die Forderungen der Rebellen nicht reagiert.

Soldaten bewachten einen mit Sandsäcken geschützten Kontrollposten an der Bergstraße, die Kathmandu mit der im Süden an Indien grenzenden Ebene verbindet. „Dieser Blockadeaufruf ist Propaganda, um die Menschen zu ängstigen“, sagte ein Offizier in Nagdhunga, das rund 20 Kilometer südlich von Kathmandu liegt. „Es gibt bislang keine Gewalt.“ Nach Armeeangaben fuhren über die Straße nur rund 70 Fahrzeuge, an einem normalen Tag sind es 800 Fahrzeuge. Die Straße ist die Lebensader für Kathmandu, rund 90 % der Versorgungsgüter werden über sie in die Hauptstadt transportiert. Die Regierung macht maoistische Rebellen für einen Anschlag auf das älteste Luxus-Hotel des Landes in Kathmandu verantwortlich, bei dem am Montag niemand verletzt wurde. Die Köngsfamilie hat in das Hotel investiert. Seit Beginn der Rebellion im Jahr 1996 wurden mehr als 10 000 Menschen getötet.

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