Eklat im Schuldenstreit
US-Republikaner lassen Präsident Obama stehen

Bis zum 2. August müssen sich im Konflikt um den US-Schuldenberg Demokraten und Republikaner über konkrete Maßnahmen einig werden. In der Nacht ließ die Opposition jedoch Verhandlungen mit Obama wutentbrannt platzen.
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WashingtonHerber Rückschlag im wochenlangen Gezerre um die Erhöhung des US-Schuldenlimits: Eine gute Woche vor einem möglichen Staatsbankrott haben die Republikaner wegen eines Streits um Steuererhöhungen überraschend die Verhandlungen mit dem Weißen Haus platzen lassen. Präsident Barack Obama zeigte sich enttäuscht und höchst verärgert. Es sei „schwer zu verstehen“, weshalb der republikanische Präsident des Repräsentantenhauses, John Boehner, die Gespräche verlassen habe, sagte Obama am Freitag (Ortszeit).

Der Präsident bestellte führende Kongresspolitiker, darunter auch Boehner, für 11.00 Uhr Samstagvormittag Ortszeit (17.00 Uhr MESZ) ins Weiße Haus ein, um das weitere Vorgehen zu beraten. „Ich erwarte eine Antwort, wie wir die Sache über die nächste Woche hinbekommen“, sagte Obama. Die jüngsten Sparvorschläge der Regierung seien „außerordentlich fair“ gewesen. Boehner sagte sein Kommen zu.

Die Uhr tickt: Falls es bis zum Stichtag 2. August keine Einigung auf eine Erhöhung der Schuldenobergrenze von 14,3 Billionen Dollar (zehn Billionen Euro) geben sollte, droht der größten Volkswirtschaft der Welt die Zahlungsunfähigkeit.

Obama gab sich dennoch optimistisch, dass die USA nicht in den Staatsbankrott abstürzen. „Ich bin zuversichtlich, dass die Schuldenobergrenze angehoben wird und wir nicht zahlungsunfähig werden“, betonte der Präsident. Zuvor hatte sich der Präsident mit Finanzminister Timothy Geithner, Notenbankchef Ben Bernanke und dem Chef der New Yorker Notenbankfiliale, William Dudley, getroffen. Sie wollten Strategien für den Fall zu beraten, dass der Kongress sich einer Anhebung verweigert, wie die „New York Times“ meldete.

Als Bedingung für eine Anhebung des Schuldenlimits fordern die Republikaner drastische Sparmaßnahmen vor allem im Sozialbereich.

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„Tea-Party“-Bewegung gegen Steuererhöhung

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  • Das ist doch alles Polittheater. Republikaner und Demokraten sind in Amerika ein und das selbe. SDie vertreten die gleiche Politik und werden von den selben Quellen finanziert/geschmiert. Mit diesem Theater soll dem Wähler eine Demokratie vorgekaukelt werden, er soll beschäftigt werden. Die Reps und Demokraten werden sich wie immer zu Letzt einigen. Was sollten sie sonst tun?

  • irgendwie ist die gesamte westliche Welt aus den Fugen geraten.
    So könnte man es kurz und knapp bezeichnen.
    Die Gier einiger Banken und Manager und das Nichteingreifen der Politik hat zu diesen Verhältnissen geführt.
    So lange aber das nicht in aller Gänze begriffen wird und man überall zurück kehrt zu ehrlichem kaufmännischen Tugenden, wird sich nichts ändern.
    Hierzu bräuchte es aber überall die Politiker von gestern und vorgestern,dienoch Verstand und vor allem Anstand besaßen, die haben wir leider niht mehr.
    Es ist die Nichtskönner-Generation überall am Werk mit wenig Substanz und nur viel Arroganz
    Es wird schlicht und ergreifend alles zusammen brechen.

  • Aha, der Brand soll mit Benzin gelöscht werden. Super Idee!

    Wenn die USA jetzt nicht umgehend ihre Schulden reduzieren, dann sehe ich keine Rettung mehr, egal wie hoch die nächste Schuldengrenze aussehen wird.

    Fakt ist doch: Die USA sind pleite und sollten endlich mit DDDDDDDDD- gerated werden. Obama ist doch nur der Totengräber einer einst sympathischen Nation, die sich in einen Verbrecherstaat verwandelt hat.

    Insofern hoffe ich, dass ab kommenden Montag der Dollar zur Hölle fährt. Wenn ich noch einen Dollar hätte, würde ich sofort in Euro wechseln.

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