El-Kaida bekennt sich zu der Tat
Fast 100 Iraker sterben durch explodierenden Tanklaster

War zuerst von 60 Toten die Rede, die am Samstagabend bei einem Selbstmordanschlag südlich von Bagdad starben, wird nun von 98 Opfern gesprochen. El-Kaida bekannte sich zu der Tat und teilte mit, das Attentat sei Teil einer großen Offensive auf Bagdad.

HB KERBALA. Ein hochrangiger Krankenhausmitarbeiter der nahe gelegenen Provinzhauptstadt Hilla sagte der Nachrichtenagentur Reuters am Sonntag, er habe die Zahl der Toten in mehreren Kliniken der Region gesammelt.

Der Attentäter habe seine Bombe neben einem Tankwagen nahe eines belebten Gemüsemarkts in Musajjib gezündet, teilte die Polizei mit. Mehr als 100 Personen seien verletzt und neun Autos zerstört worden. Auf einer Web-Seite hieß es in einem angeblichen Bekennerschreiben, die El-Kaida habe den Anschlag als Teil einer neuen Offensive zur Eroberung Bagdads verübt. Zuvor waren bei anderen Angriffen im Irak mehrere Menschen ums Leben gekommen, so etwa ein Kirkuk, wo ein US-Soldat nach Angaben der Armee starb, als ein Sprengsatz explodierte.

Der Anschlag am Samstagabend war der schwerste im Irak, seit die Regierung in Bagdad im April die Amtsgeschäfte übernommen hat. „Dies ist ein schwarzer Tag in der Geschichte unserer Stadt“, sagte der Polizeichef von Musajjib, Jas Chudajr. Bewohner der Stadt suchten in den Trümmern nach vermissten Angehörigen.

In dem der El-Kaida zugeschriebenen Bekennerschreiben hieß es: „Der „Hassan-Ibrahim-al-Saidi-Angriff' werde den zweiten Tag in Folge fortgesetzt. „Der Einsatz läuft wie geplant weiter und wir warnen die Feinde Gottes, dass mehr auf sie zukommt. Wir rufen unsere moslemischen Brüder in aller Welt auf, für unseren Sieg zu Gott zu beten.“ Es lagen allerdings keine Anzeichen dafür vor, dass Aufständische Teile Bagdads übernommen hätten.

Am Vortag waren bei Selbstmord- und anderen Anschlägen in verschiedenen Teilen des Landes mindestens 32 Menschen getötet worden. Im Irak kommen fast täglich Dutzende Menschen bei Anschlägen ums Leben. Neben den US-geführten Truppen und den irakischen Sicherheitskräften sind auch normale Bürger Ziel der Angriffe.

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