El Kaida
Bin Laden veröffentlicht angeblich neue Videobotschaft

El Kaida will kurz vor dem Jahrestag der Anschläge vom 11. September den Beweis liefern, dass ihr Anführer Osama bin Laden noch lebt. Auf einer Internetseite wird angekündigt, der meistgesuchte Mann der Welt werde sich in einer Videobotschaft zeigen. Damit würde Bin Laden erstmals seit Oktober 2004 wieder zu sehen sein – falls das Video wirklich neu ist.

HB WASHINGTON. Eine von Islamisten betriebene Website hat ein neues Video von El-Kaida-Chef Osama bin Laden angekündigt. Die Aufnahme sei zum Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 entstanden, hieß es in der Nacht zum Freitag.

Ein genauer Zeitpunkt für die Veröffentlichung wurde nicht genannt. Auf der Internet-Seite war auch ein Bild von bin Laden zu sehen, das offenbar aus einer Videoaufnahme stammte. Das Bild zeigt einen überraschend jung wirkenden Osama bin Laden. Sein Bart ist kürzer als gewohnt und offenbar schwarz gefärbt. Von dem Anführer des Terrornetzwerkes El Kaida hat es seit Monaten keine neuen Videoaufnahmen gegeben. Sollte das Video in den kommenden Tagen tatsächlich erscheinen, könnte es den Beweis bringen, dass bin Laden noch lebt.

Wie das auf Terrorismus spezialisierte IntelCenter in Alexandria bei Washington mitteilte, wird mit der Veröffentlichung des Videos innerhalb der kommenden drei Tage gerechnet. Ein Sprecher des Heimatschutzministeriums in Washington erklärte nach Angaben des Senders CNN, es gebe keine „glaubwürdige Information“ über neue, unmittelbar bevorstehende Anschläge in den USA. Bei den Terroranschlägen vom 11. September 2001 wurden mehr als 3000 Menschen in den USA getötet.

Falscher Osama bin Laden in Sydney

Indes sorgte ein falscher Osama bin Laden beim APEC-Gipfel in Sydney für Aufregung. Ein Komiker hatte sich als bin Laden verkleidetet. Die Mitglieder einer Fernseh-Comedy-Show waren mit einem Fahrzeugkonvoi unter kanadischer Flagge bis vor das Hotel gefahren, in dem US-Präsident George W. Bush an diesem Wochenende beim Gipfel der Staats- und Regierungschefs der Pazifikanrainerstaaten wohnen wird. Erst dort flog der Schwindel auf, wie die Polizei mitteilte.

Die Polizei zeigte wenig Humor und nahm die Komiker fest. „Ich ärgere mich darüber“, sagte der stellvertretende Polizeichef Dave Owens. „Wir haben hier 21 Staatschefs aus aller Welt, und während ich wie jeder andere Mensch einen guten Witz verstehe, war dies gar nicht lustig.“ Für den Gipfel in Sydney sind fast 4500 Polizisten im Einsatz.

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