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Elfenbeinküste: Blauhelmsoldaten geraten in tödlichen Hinterhalt

Die Elfenbeinküste gehört zu den instabilsten Ländern der Welt. Erstmals sind dort nun Blauhelmsoldaten getötet worden. Sie wollten ein Dorf schützen, in dem Anschläge befürchtet wurden.

Kinder im Flüchtlingslager Zwedru in Liberia, wohin immer mehr Menschen aus der Elfenbeinküste fliehen. Quelle: dpa
Kinder im Flüchtlingslager Zwedru in Liberia, wohin immer mehr Menschen aus der Elfenbeinküste fliehen. Quelle: dpa

Abidjan/New YorkIn einem Hinterhalt sind in der Elfenbeinküste sieben Blauhelmsoldaten getötet worden. Der Vorfall ereignete sich am Freitag im Westen des Landes südlich der Stadt Tai nahe der Grenze zu Liberia, wie ein Sprecher der UN-Mission in der Elfenbeinküste (ONUCI) erklärte. Auch mehrere einheimische Soldaten und Zivilisten wurden getötet.

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Die sieben getöteten Soldaten stammten laut dem ONUCI-Sprecher aus dem Niger. Es sei der erste derartige Angriff auf Blauhelmsoldaten in dem Land gewesen, sagte er und sprach von einer "schweren Verletzung internationalen Rechts". Angaben zur Identität der Angreifer machte er nicht.

Das ivorische Verteidigungsministerium teilte mit, die Angreifer seien aus Liberia gekommen. Es handelte sich demnach um eine Gruppe von etwa 50 Männern. Die liberianische Regierung schloss daraufhin am Samstag die Grenze und kündigte an, Angreifer an die Elfenbeinküste auszuliefern, wenn sie gefasst würden.

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Nach ivorischen Behördenangaben wurden bei dem Angriff außer den Blauhelmsoldaten auch zwei einheimische Armeeangehörige getötet. Dem UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Hilfe (OCHA) in der Elfenbeinküste zufolge wurden außerdem acht Zivilisten, darunter eine Frau, getötet.

Aus UN-Kreisen verlautete, die Blauhelme seien im Gebiet von Tai auf Patrouille gewesen, nachdem es Gerüchte über bevorstehende Anschläge in der Region gegeben habe. Menschen aus den Dörfern hätten in Panik die Flucht ergriffen, berichteten örtliche Anwohner und Behördenvertreter.

Die Region im Westen der Elfenbeinküste zählt zu den instabilsten des Landes und wurde seit dem Ende des gewaltsamen Machtkampfs an der Staatsspitze von Dezember 2010 bis April 2011 bereits mehrfach von Anschlägen getroffen. Dabei wurden laut Menschenrechtsaktivisten mindestens 40 Menschen getötet.

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UN-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilte die Gewalt. Er sei über den Vorfall "betrübt und schockiert", sagte Ban in New York. Die ivorische Regierung forderte er zu einer Untersuchung des Angriffs aus. Ähnlich äußerten sich der UN-Sicherheitsrat und der nigrische Staatschef Muhamadou Issoufou.

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