Elon Musk und das Klimaabkommen Tesla-Chef will Trump bei Ausstieg nicht länger beraten

Tesla-Chef Elon Musk will Donald Trump nicht länger beraten, wenn dieser aus dem Pariser Klimaabkommen aussteigt. Deutsche Politiker zeigen sich indes gelassen: Paris sei auch ohne die USA nicht tot.
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Der Tesla-Chef gehört zu einer Reihe von US-Konzernchefs, die Donald Trump in unterschiedlichen Wirtschaftsfragen beraten sollen. Quelle: AP
Elon Musk

Der Tesla-Chef gehört zu einer Reihe von US-Konzernchefs, die Donald Trump in unterschiedlichen Wirtschaftsfragen beraten sollen.

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Palo AltoTech-Milliardär und Star-Unternehmer Elon Musk hat angekündigt, seine Beraterfunktion für US-Präsident Donald Trump im Falle eines US-Ausstiegs aus dem Pariser Klimaabkommen aufzugeben. Sollte es so kommen, habe er „keine Wahl“, teilte der Chef des Elektroautobauers Tesla am Mittwoch (Ortszeit) über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Musk ist bislang mit einer Reihe anderer US-Konzernchefs in verschiedenen Gremien vertreten, die Trump in Wirtschaftsfragen beraten sollen.

Der US-Präsident will am Donnerstag (21.00 Uhr MESZ) seine mit Spannung erwartete Entscheidung verkünden, ob die USA aus dem Pariser Klimaabkommen aussteigen oder nicht. Zuletzt hatten sich Anzeichen verdichtet, dass der Republikaner die historische Vereinbarung aufkündigen will.

Wenn es so kommt, wollen viele Länder ihre Bemühungen um den Klimaschutz dennoch weitertreiben. „Paris ist nicht tot“, sagte die deutsche Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) am Donnerstag im RBB. Das hätten sich alle anderen Staaten versprochen. Den USA entstünden durch einen Ausstieg nur Nachteile. „Aktive Klimaschutzpolitik ist (...) Innovationspolitik“, so die Ministerin. Wer sein Land „mehrere Jahre lang nicht mitmachen lässt, gerät ins Hintertreffen“.

Unionsfraktionschef Volker Kauder sagte in der ARD:. „Durch eine ganze Reihe von Aussagen und anstehenden Entscheidungen wird Trump dafür sorgen, dass das Gewicht von China größer wird.“ Ob das im Interesse Amerikas sei, „kann man wirklich bezweifeln“.

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  • dpa
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7 Kommentare zu "Elon Musk und das Klimaabkommen: Tesla-Chef will Trump bei Ausstieg nicht länger beraten"

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  • Kein Unternehmen, das ein positives Image aufbauen will, kann es sich leisten, mit Donald Trump assoziiert zu werden. Ein Effekte, den übrigens auch die AfD zu spüren bekommen wird, wenn die Deutschen erstmal raffen, dass dies die deutsche Trump-Partei ist.

  • Gibt es eigentlich schon Wetten, wann die Tesla-Blase implodiert?

  • Ist doch kein Problem ... dann rettet Deutschland eben alleine die Welt.

  • Für mich ist die Strategie nur Heuchelei.
    Ein Tesla S P100 lädt 100 KWh Energie, was etwa 10 - 11 Liter Diesel entspricht.
    Aber: Um 100 KWh Strom zu produzieren werden ca. 24 KG Braunkohle verheizt.
    Das ist genau so schick wie Weltraumtourismus, die effizienteste Art Energie zu verschwenden und die Umwelt zu belasten.
    ..

  • Ein cleverer Marketing-Schachzug von Tesla. Jeder, der sich deutlich GEGEN Trump ausspricht, kann nur Zugewinne fürs eigene Image bekommen. Was übrigens auch für die hiesige Politik gilt. Wer sich glaubhaft gegen Trump positioniert, der gewinnt. Trump wird die AfD hierzulande auf 3,2% runterprügeln.

  • Tesla ist ein dauerhaft hochdefizitärer Elektroautobauer aus den USA. Trotz eines dauerhaft negativen Cash Flows und anhaltender Verluste schaft es das Marketinggenie Musk immer wieder Geldgeber für Kapitalerhöhungen und Anleihen zu finden.

    Obama, Vorgänger von Trump hatte im Zuge der ökoreligiösen Vision vom "Klimawandel" zahlreiche Unternehmen "Erneuerbaren Energien" mit staatlichen Kreditbürgschaften versehen. Einige davon sind trotzdem spektakulär pleite gegangen.

    Ich vermute, dass sich Musk für seine "Beratung" staatliche Gelder, Kreditbürgschaften, erhofft hat um sein Unternehmen liquide zu halten, vielleicht sogar zu Lasten der Steuerzahler in die Gewinnzone zu bringen.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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