Emissionszertifikate-Handel begrüßt
Schwedischer Energiekonzernchef warnt vor Folgen des Klimawandels

Der Chef des schwedischen Energiekonzerns Vattenfall, Lars G. Josefsson, hält das Thema Klimawandel für die derzeit wichtigste ökologische Herausforderung. "Das alles andere überschattende Umweltproblem ist der voranschreitende Klimawandel, schreibt er in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt (Donnestagausgabe).

HB DÜSSELDORF. Ursache hierfür sind seiner Ansicht die Emissionen von Treibhausgasen, vor allem Kohlendioxid. "Wenn wir die Emissionen nicht in den Griff bekommen, wird es zu drastischen Veränderungen unserer Lebensbedingungen und vor allem der unserer Kinder und Enkel kommen", warnt Josefsson. Klimaschutz sei die größte erkennbare Herausforderung des 21. Jahrhunderts, und deshalb sei es "auch höchste Zeit, dass die Wirtschaft sich engagiert und ihre Verantwortung in dieser entscheidenden Frage übernimmt." Die Aufgabe laute, die weltweiten Emissionen in etwa auf dem heutigen Stand zu halten, um somit eine akzeptable Temperaturerhöhung und langfristig Temperaturstabilität zu erreichen.

Da die Welt bei der Energieumwandlung vor allem vom Einsatz von Kohle abhänge, sieht Josefsson es als wichtigste Aufgabe an, hier den CO2-Ausstoß zu senken und langfristig CO2-freie Kohlekraftwerke zu erreichen. Vattenfall plane den Bau eines solchen Pilotkraftwerkes, das auf der Basis der CO2-Abscheidung arbeitet.

Das System für den Handel mit Emissionszertifikaten sei eine gute Sache, schreibt Josefsson, beinhalte aber einige Schwächen: Es beziehe sich nur auf die Periode 2008 bis 2012, sei auf die EU beschränkt und schließe den Verkehrssektor nicht ein, der wegen seiner Emissionen aber berücksichtigt werden müsse. Beteiligt werden müssten auf jeden Fall die USA, China und Indien, fordert Josefsson.

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