Emotionaler Abschied: Attentatsopfer Giffords verabschiedet sich aus Kongress

Emotionaler Abschied
Attentatsopfer Giffords verabschiedet sich aus Kongress

Ein Jahr nach dem Attentat, hat sich die noch immer angeschlagene Gabrielle Giffords aus dem US-Kongress verabschiedet. Während einer emotionalen Sitzung versprach Giffords: „Ich werde genesen und ich werde zurückkehren.“
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WashingtonIn einer emotionalen Sitzung hat der US-Kongress die vor rund einem Jahr bei einem Attentat schwer verletzte Abgeordnete Gabrielle Giffords verabschiedet. Mehreren Parlamentariern kamen die Tränen, als Giffords am Mittwoch dem Chef des Repräsentantenhauses, John Boehner, ihr Rücktrittsschreiben aushändigte.

Die 41 Jahre alte Demokratin hatte ihren Amtsverzicht bereits am Sonntag angekündigt und dies mit dem langwierigen Heilungsprozess begründet. Der sonst zerstrittene Kongress legte seine parteipolitischen Differenzen für einen Moment beiseite, um die Abgeordnete aus dem Bundesstaat Arizona zu würdigen.

Die Anführerin der Demokraten im Repräsentenhaus, Nancy Pelosi, sagte, Giffords sei für Millionen Menschen in den USA „ein inspirierendes Symbol für Entschlossenheit und Mut“. Der republikanische Mehrheitsführer im Repräsentantenhaus, Eric Cantor, lobte Giffords „Mut, ihre Stärke und ihre ausgesprochene Tapferkeit.“

Giffords ließ die Rücktrittserklärung von ihrer demokratischen Kollegin und Freundin Debbie Wasserman Schultz verlesen. Darin drückte sie ihre Hoffnung aus, dass die Menschen in den USA ungeachtet von tragischen Rückschlägen oder tiefen Meinungsverschiedenheiten am Ende immer als ein Volk zusammenstünden.

Die scheidende Abgeordnete erklärte, derzeit sei die Zeit für eine Rückkehr auf die politische Bühne nicht reif. „Ich muss mehr an meiner gesundheitlichen Erholung arbeiten, bevor ich wieder als gewählte Amtsträgerin dienen kann“, ließ sie ausrichten. „Ich werde genesen und ich werde zurückkehren.“

Giffords war im Januar letzten Jahres auf dem Parkplatz eines Supermarktes in Tucson in Arizona aus nächster Nähe angeschossen und am Kopf verletzt worden. Sie überlebte nur knapp.

Sechs Menschen starben, darunter ein neunjähriges Mädchen, ein Richter und einer von Giffords Mitarbeitern. Der 23-jährige mutmaßliche Attentäter plädierte vor Gericht auf nicht schuldig. Im März wurde er für unzurechnungsfähig erklärt.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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