Ende der Amtszeit
Rumsfeld warnt vor schnellem US-Abzug aus dem Irak

US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hat beim Abschied von seinem Stab vor einem schnellen Abzug der USA aus dem Irak gewarnt. „Es wäre ein furchtbarer Fehler, überstürzt abzuziehen und die Situation in diesem Land, in dieser Region instabiler zu machen“, sagte er am Freitag vor Mitarbeitern.

HB WASHINGTON. Die USA könnten im Irak erfolgreich sein. „Aber nur wenn wir die Geduld und nur wenn wir das Durchhaltevermögen haben.“ Die US-Armee tue zwar alles, was sie könne, aber militärisch könne der Konflikt nicht gewonnen werden: „Das irakische Volk muss ihn gewinnen.“

Zu den Vorschlägen der Baker-Kommission sagte Rumsfeld, sie habe nichts vorgelegt, was nicht von den US-Militärs bedacht worden sei. Der schlechteste Tag in seiner sechsjähren Amtszeit sei der gewesen, an dem er von dem Abu-Ghraib-Skandal erfahren habe, sagte Rumsfeld auf die Frage eines Mitarbeiters. Sein bester Tag werde wohl sein letzter im Amt sein.

Rumsfeld hatte nach dem Sieg der Demokraten bei der Kongresswahl Anfang November seinen Rücktritt eingereicht. Er war wegen des Irak-Kriegs weltweit massiv kritisiert worden. Sein Nachfolger, der ehemalige CIA-Chef Robert Gates, wird am 18. Dezember vereidigt.

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