Ende der Krise
Venezuela nimmt Beziehungen zu Kolumbien wieder auf

Nach dem Ende der Krise in Südamerika hat Venezuela die diplomatischen Beziehungen zu Kolumbien wiederhergestellt. Die vor einer Woche aus Bogotá abgezogenen Diplomaten würden sofort ins Nachbarland reisen, um ihre Positionen wieder einzunehmen, teilte die Regierung mit. Außerdem sei man bereit, die ausgewiesenen Diplomaten aus Kolumbien wieder ins Land zu lassen.

HB CARACAS. Neben Venezuela hatte auch Ecuador die Beziehungen zu Kolumbien abgebrochen, nachdem das kolumbianische Militär am 29. Februar bei einem Schlag gegen die FARC-Rebellen nach Ecuador eingedrungen war. Bei der Aktion waren der Vize der marxistischen Untergrundgruppe, Raúl Reyes, und andere Rebellen getötet worden. Venezuela und Ecuador hatten den Militärschlag als „Mord“ bezeichnet und ihre Truppen an der Grenze zu Kolumbien verstärkt.

Der ecuadorianische Präsident Rafael Correa warf Kolumbien zudem vor, mit der Militäraktion eine möglicherweise bevorstehende Freilassung der von den FARC als Geisel gehaltenen früheren Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt zunichtegemacht zu haben.

Nach neuen scharfen Angriffen beim Gipfeltreffen der Rio-Gruppe am Wochenende in der Dominikanischen Republik hatten sich Correa und sein venezolanischer Amtskollege Hugo Chávez überraschend mit dem konservativen kolumbianischen Präsidenten Alvaro Uribe versöhnt. Uribe versprach, sein Land werde solche Militärschläge nicht wiederholen.

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