Ende der Waffenruhe
Hamas beginnt Racheakte gegen Israel

Nach dem Tod von palästinensischen Zivilisten im Gazastreifen hat die radikal-islamische Hamas am Samstag die Waffenruhe mit Israel beendet und erste Angriffe gestartet.

HB GAZA. Der bewaffnete Arm der Gruppe schoss einem Sprecher zufolge Raketen auf israelisches Gebiet und kündigte weitere Vergeltungsmaßnahmen an.

Am Freitag waren vermutlich bei einem israelischen Angriff an einem belebten Strand im Gazastreifen sieben Palästinenser getötet worden. Die USA und die Vereinten Nationen (UN) verurteilten den Vorfall. Die jüngste Eskalation der Gewalt im Nahen Osten kam nur wenige Stunden, bevor Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas den Termin für ein Referendum bekannt geben wollte, bei dem über die indirekte Anerkennung Israels abgestimmt werden soll. Die Hamas lehnt den Plan ab.

Beim nächsten Mal würden die Angriffe noch tiefer in israelisches Gebiet hineinreichen, sagte der Hamas-Sprecher. Ob die Raketen am Morgen indes tatsächlich in Israel eingeschlagen waren, blieb zunächst unklar. Die israelische Armee bestätigte lediglich, dass sechs Geschosse vom Gazastreifen aus abgefeuert wurden. Noch sei aber nicht klar, wo sie eingeschlagen seien, sagte ein Sprecher.

Die Hamas hatte sich an die vor rund 16 Monaten gegenüber Israel erklärte Waffenruhe bislang weitgehend gehalten. Allerdings warfen israelische Vertreter der Bewegung wiederholt vor, andere extremistische Gruppen bei Anschlägen unterstützt zu haben. Zwischen 2000 und Anfang 2005 führte die Hamas fast 60 Selbstmordanschläge auf Israelis aus. Auch nach ihrer Regierungsübernahme in den Palästinenser-Gebieten im März bleibt die Bewegung offiziell bei ihrem erklärten Ziel, Israel zu zerstören.

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