Ende des Streiks
Paris subventioniert Korsikafähren mit Millionen

Die Beschäftigten der Korsikafähren-Reederei SNCM haben am Donnerstag ihren mehr als dreiwöchigen Streik beendet - das aber erst, nachdem die Regierung eine Bestandsgarantie und Millionenzuschüsse zugesagt hatte.

HB PARIS. Premierminister Dominique de Villepin erklärte, die Insolvenz der Reederei sei mit Annahme des Sanierungsplans der Regierung vom Tisch. Die Regierung wird laut Wirtschaftsminister Thierry Breton die SNCM-Schulden von 113 Millionen Euro übernehmen. Außerdem werde die Reederei 35 Millionen Euro frisches Kapital erhalten, davon ein Viertel vom Staat und drei Viertel von den Privatinvestoren.

Der Investmentfonds Butler Capital Partners wird 38 Prozent und die Verkehrsgesellschaft Connex 28 Prozent der SNCM übernehmen. Der Staat mit 25 Prozent und die Beschäftigten mit 9 Prozent sollen gemeinsam eine Sperrminorität behalten.

Aus Protest gegen die Privatisierung der seit 1992 mit mehr als einer Milliarde Euro subventionierten Reederei hatten die Beschäftigten unter anderem den Schiffsverkehr nach Korsika blockiert und ein Schiff gekapert. Nach Androhung der Auflösung des Unternehmens stimmten die SNCM-Beschäftigten am Donnerstag für die Wiederaufnahme der Arbeit.

Die korsisch-nationalistische Gewerkschaft STC warf den anderen Gewerkschaften aber Verrat vor. Die Gewerkschaft CGT wünschte den Privatinvestoren ironisch „viel Freude“ bei ihrem SNCM-Engagement: „Der Kampf um die Arbeitsplätze geht weiter.“

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