Endergebnis am 30. Oktober
Auszählung in Afghanistan hat begonnen

Einen Tag nach der ersten Präsidentenwahl in Afghanistan hat die Auszählung begonnen. Beobachter bewerteten die Abstimmung als «leidlich demokratisch».

HB BERLIN. Einen Tag nach der Präsidentenwahl in Afghanistan hat die Auszählung der Stimmen begonnen. Dazu werden die Wahlurnen in acht Auszählungs-Zentren im ganzen Land gebracht. Alleine dieser Vorgang wird sich wegen teilweise schwer zugänglicher Regionen über mehrere Tage hinziehen.

Mutmaßliche Taliban-Kämpfer überfielen am gestrigen Samstagabend im Süden Afghanistans einen Konvoi mit Wahlurnen. Dabei starben drei afghanische Polizisten, zwei wurden verletzt. Es gelang den Rebellen aber nicht, die Urnen in ihre Gewalt zu bringen.

Als klarer Favorit der Wahl gilt Übergangspräsident Hamid Karsai. 14 der 18 Kandidaten kündigten allerdings an, das Ergebnis und die neue Regierung nicht anerkennen zu wollen. Sie beklagten massive Unregelmäßigkeiten, vor allem bei der Tinte, die Wähler von einer mehrfachen Stimmabgabe abhalten sollte. Karsai nannte die Wahl dagegen trotz der Pannen «frei, fair und völlig rechtmäßig».

Die größte Wahlbeobachter-Organisation, die unabhängige Afghanische Stiftung für freie und unabhängige Wahlen (FEFA), nannte die Präsidentschaftswahl «leidlich demokratisch». Im überwiegenden Teil der Wahllokale sei allgemein ein «leidlich demokratisches Umfeld» registriert worden, teilte die FEFA mit. Sie setzte 2300 Wahlbeobachter im ganzen Land ein.

Die Wahlbehörde will das Endergebnis am 30. Oktober verkünden. Eine eventuelle Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen soll am 20. November stattfinden.

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