Energie- und Transportfirmen: Frankreich will Staatsbeteiligungen abbauen

Energie- und Transportfirmen
Frankreich will Staatsbeteiligungen abbauen

Frankreich hält an vielen Unternehmen Beteiligungen. Diese könnten aber bald schrumpfen. Bei den Überlegungen gehe es unter anderem um Firmen aus dem Energie- und Transportsektor, so Industrieminister Montebourg.
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ParisDer französische Staat denkt über einen Abbau seiner Beteiligungen an börsennotierten Unternehmen nach. Erwogen werde dies etwa bei Firmen aus dem Energie- und Transportsektor, sagte Industrieminister Arnaud Montebourg am Sonntag dem Sender France 5. Die Namen möglicher Unternehmen wollte er nicht nennen.

"Es geht nicht um Privatisierungen", sagte Montebourg. "Aber es gibt zum Beispiel einige Unternehmen, an denen wir 36 Prozent halten. Können wir diesen Anteil auf 33 Prozent senken? Was ändert sich dadurch? Über das können wir diskutieren." Der französische Staat ist an zahlreichen Unternehmen beteiligt. Unter anderem hielt das Land per Ende 2012 an dem Versorger GDF-Suez 36,7 Prozent.

Montebourg sagte zudem, in einigen Fällen halte der Staat 85 Prozent an Unternehmen. "Wenn wir das auf 75 Prozent bringen oder auch auf 90 Prozent, ändert sich dadurch nichts." An dem Versorger EDF hält der Staat 84,4 Prozent.

"Ich will keine unnötigen Reaktionen an den Aktienmärkten auslösen", sagte der Minister. "Aber was ich weiß, ist, dass wir über Änderungen nachdenken - Änderungen, die unsere strategische Interessen schützen, die also nicht den Einfluss des Staates schwächen."

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • gut, dann werden ggfs. 20 Mrd € Einnahmen erlöst und Frankreich hält die 3% ein, aber wenn die Strukturreformen nicht angegangen werden, verpufft das Geld im Sozialsystem

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