Energiebranche streikt
Frankreich wehrt sich gegen Sarkozys Reformen

In Frankreich schließt sich die größte Gewerkschaft der Energieindustrie zum zweiten Mal innerhalb einer Woche dem branchenübergreifenden Streik an. Damit werde auch bei der Versorgung mit Atomenergie wieder zu Einschnitten führen, hieß es. Auch Lehrer und Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes streiken gegen Sarkozys Reformkurs.

HB PARIS. Die CGT habe ihre Mitglieder ab Montagabend, 21 Uhr, zu einem 24-stündigen Ausstand aufgerufen, teilte ein Vertreter der Gewerkschaft mit, in der mehr als die Hälfte der Mitarbeiter der Strom- und Gasunternehmen organisiert sind. Die CGT hatte bereits am vergangenen Mittwoch gestreikt, dem ersten Tag des Eisenbahner-Ausstands, der seither anhält.

Am Dienstag legen zudem Lehrer und Mitarbeiter des Öffentlichen Dienstes die Arbeit nieder und protestieren damit gegen die Pläne von Präsident Nicolas Sarkozy, im kommenden Jahr 23 000 Stellen einzusparen. An den Demonstrationen wollen auch Studenten teilnehmen, die derzeit mehr als 20 der 85 Universitäten blockieren. Wegen eines Streiks der Mitarbeiter von Zeitungsvertrieben wird es an den Kiosken des Landes zudem keine Tagesausgaben geben.

Damit steuert Frankreich am Dienstag auf den breitesten Streik seit Antritt Sarkozys zu. Neben den Einsparungen im Öffentlichen Dienst richten sich die Proteste gegen die Reform des Rentensystems, die Neuordnung der Universitäten und Lockerungen auf der Arbeitsgesetze.

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