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Energiegroßmacht: Putin besiegelt WTO-Beitritt Russlands

Nach langen Verhandlungen macht eine Unterschrift von Kremlchef Putin den WTO-Beitritt Russlands perfekt. Deutsche Firmen sollen bei Geschäften mit der Energiegroßmacht rund eine Milliarde Euro pro Jahr mehr verdienen.

Russlands Präsident Putin: Das Land tritt nun offiziell der WTO bei. Quelle: ap
Russlands Präsident Putin: Das Land tritt nun offiziell der WTO bei. Quelle: ap

MoskauKremlchef Wladimir Putin hat Russlands Mitgliedschaft in der Welthandelsorganisation (WTO) mehr als 18 Jahre nach dem Aufnahmeantrag mit seiner Unterschrift besiegelt. Damit ist der Rohstoffriese zehn Jahre nach dem Beitritt Chinas die letzte der großen Volkswirtschaften, die WTO-Mitglied wird.

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Vor allem Deutschland als einer der wichtigsten russischen Wirtschaftspartner hofft, dass die Geschäfte zwischen beiden Ländern nun einfacher werden. Russland verpflichtet sich mit dem Schritt auch, seine Märkte stärker zu öffnen. Nach der Zustimmung des Parlaments habe Putin das Beitrittsprotokoll unterschrieben, teilte der Kreml am Samstag mit.

Die Energiegroßmacht hofft vor allem auf einen Transfer moderner Technologie aus dem Westen. Ausländische Unternehmer könnten nun verstärkt neue Produktionskapazitäten in Russland ansiedeln, hatte Putin erst vor kurzem vor dem Petersburger Wirtschaftsforum geworben.

Russland

Der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft und Bundesaußenminister Guido Westerwelle hatten in Erklärungen die WTO-Aufnahme Russlands auch wegen des damit verbundenen „Modernisierungsdrucks“ gelobt. Das Land werde sich neuen Standards unterwerfen und transparenter mit Ausschreibungen umgehen müssen. Investoren beklagen immer wieder Korruption, Bürokratie und Rechtsunsicherheit im Riesenreich.

Laut WTO-Statuten tritt Russland 30 Tage nach der Ratifizierung der Organisation mit nun fast 160 Mitgliedern bei. Die Übergangsfrist bei sensiblen Branchen wie Autobau und Landwirtschaft beträgt mindestens zwei Jahre. Gegner des Beitritts in Russland befürchten Nachteile für den heimischen Markt durch ausländische Billigprodukte.

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