Energiepolitik

Amerikas grüner Aufbruch ist am Ende

Obama ist mit seiner Energiepolitik gescheitert und wendet sich von der Energiewende ab. Romney ist der Liebling der Öl-Industrie. Egal wer den Wahlkampf gewinnt, einer verliert auf jeden Fall: der Klimaschutz.
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Mitt Romney will heute seine Energiepolitik vorstellen. Quelle: AFP

Mitt Romney will heute seine Energiepolitik vorstellen.

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New YorkNach tagelangen Debatten über die Krankenversicherung von Rentnern wird Mitt Romney die Diskussion heute auf Amerikas Energiepolitik lenken. Im Bundesstaat New Mexico will der republikanische Präsidentschaftskandidat seine Vision für den künftigen Energiemix vorstellen. Dabei soll es seinen Beratern zufolge vor allem um die Steigerung der Energieproduktion in den USA gehen und die Schaffung von Arbeitsplätzen.

Die mächtige Ölindustrie hat er in jedem Fall auf seiner Seite. Am Dienstag traf Romney bei einer Spendenveranstaltung in Texas den Chef des Ölgiganten Exxon-Mobil, Rex Tillerson, und den einflussreichen Ölmilliardär Harold Hamm. Hamm gehört auch zu Romneys Beratern in Energiefragen.

Konkrete Details der Zukunftsvision des Republikaners sind zwar noch nicht bekannt. In der Vergangenheit aber hat der Republikaner stets erklärt, die USA brauchten eine höhere Energieproduktion, um das Wirtschaftswachstum zu stärken. Romney fordert auch, Ölbohrungen auf hoher See künftig weniger streng zu regulieren. Gleiches gilt für Gasbohrungen an Land.

Romneys Haltung entspricht den Linien seiner Partei und setzt ihn damit auf Konfrontationskurs zu Präsident Barack Obama. Schon seit Beginn von Obamas Amtszeit 2009 liefern sich Republikaner und Demokraten heftige energiepolitische Gefechte.

Obama war mit ehrgeizigen Zielen angetreten: Ein Gesetz zum Klimaschutz wollte er einführen, den Ausstoß von Kohlendioxid im Land deutlich reduzieren und erneuerbaren Energien durch Subventionen eine langfristige Zukunft geben. Doch der Demokrat konnte sich gegen die republikanische Opposition nicht durchsetzen.

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8 Kommentare zu "Energiepolitik: Amerikas grüner Aufbruch ist am Ende"

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  • Ökoenergie ist Bestandteil des Gesamtkonzeptes zur Zerstörung des Wohlstandes einer Gesellschaft, also eine Form zur Erzeugung von Austerität, exemplarisch vorgeführt in der BRD. Inzwischen gibt es Hinweise, daß die offshore Windparks in der Nordsee sich als Investitionsruinen erweisen...

  • ... und die Industrie ist auch am Schrumpfen... dafür begasen sich die Chinesen...

  • Was der hurricane mit klimawandel zu tun hat versteh ich nicht, die gab es schon immer. Was auch nicht erwaehnt wird, ist das die USA beim co2 ausstoss auf 1990er werte gefallen sind, aber das passt natuerlich nicht zum bild des boesen amerikaners. Die reduzierung ist uebrigens Kein verdienst Von Obama sondern der marktwirtschaft, kohle ist teurer Als natural gas und daher haben viele kraftwerke auf gas umgestellt.

  • Spätestens seit man in Amerika mitbekommen hat wie günstig man Schiefergas gewinnen kann, ist es aus mit jeglicher Hinwendung zu regenerativen Energien. Umweltschutz interessiert nicht. Hauptsache billig um die Wettbewerbsfähigkeit der US-Wirtschaft zu steigern. Amerika war mal ein Land, das ich sehr schätzte. Damit ist es zunehmend vorbei. Ich will mit dieser kriegstreiberischen und Umwelt zerstörerischen Geißel der Menschheit immer weniger zu tun haben.

  • Gott sei Dank, ich bekomme schon einen Brechreiz, wenn ich im Publix gefragt werde : " Is plastic ok for you ?" Meine regelmässige Antwort : Yes, if it´s not green.

  • Feiner, böser Sarkasmus, fast hätte ich das Posting ernst genommen :D

  • Die Amerikaner sind halt nicht so blauäugig wie die Deutschen, die allen Ernstes glauben die Energiewende würde nichts kosten.

    Wir machen auf Öko und glauben, die Welt zu retten während Amerkia Öl und Gas im rauen Mengen verbraucht.

    Traurig, aber die Welt ist nicht zu retten...

  • In den USA gibt es die gleichen Oekolobbies und Oekokonzerne mit 3-stelligen Millionenumsätzen (Grün und Frieden) wie in Deutschland. Es gibt linke Medien die die Gefahr einer CO2 Klimahölle, oder dämonische Atomstrahlen beschwören und in diesem Zusammenhang auch den Fukushima Schwindel bemühen. Obama wurde mit Unterstützung der Oekolobbies gewählt und so hat Obama zunächst Subventionsgesetze für "Erneuerbare Energien" durchgesetzt.

    Allerdings gibt es in den USA konservative Medien die "Drill Baby Drill" propagieren und Kritikern des Klimaschwindels eine Plattform geben. Es gibt Industrielobbies die recht erfolgreich kommunizieren wie die NEI (zugunsten Nuklear). Die Medienlandschaft ist ausgewogener.

    In den USA wird das Christentum wesentlich intensiver gelebt, viele Hillybillies fahren lieber mit dem Ford F zur Kirche als sich im mickrigen Kleinwagen vor Klimaschwindeln und dämonischen Atomstrahlen zu fürchten. Da die Oekoreligion offensichtlich eine Religion der materiellen Armut ist, ist diese in den USA wenig populär.

    Letztlich glaubt gem. eines Berichts keiner der republikanischen Abgeordneten (Mehrheit) mehr an den Klimaschwindel.

    Es ist zu hoffen das auch die anderen Altindustriestaaten die Oekoreligion überwinden und in eine wohlhabende Zukunft mit Gentechnik, modernen fossilen und nuklearen Energieerzeugungsverfahren streben.

    Vandale

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