Energiepolitik
Oettinger will illegale Praktiken im Stromhandel stoppen

EU-Energiekommissar Günther Oettinger will Insidergeschäfte und Marktmanipulationen im europäischen Stromhandel verbieten. Der durch solche Praktiken entstehende Schaden für die Kunden könne "in die Milliarden gehen", sagte Oettinger dem Handelsblatt.
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HB BRÜSSEL. EU-Energiekommissar Günther Oettinger will Insidergeschäfte und Marktmanipulationen im europäischen Stromhandel verbieten. Der durch solche Praktiken entstehende Schaden für die Kunden könne "in die Milliarden gehen", sagte Oettinger dem Handelsblatt. Insidergeschäfte mit Strom sollten deshalb künftig bestraft werden, im schlimmsten Fall sogar mit Freiheitsentzug. Den Unternehmen solle es zudem untersagt werden, den Preis durch eine künstliche Verknappung der Strommengen in die Höhe zu treiben.

"Nächste Woche lege ich den Entwurf vor und hoffe, dass die Verordnung im September nächsten Jahres verabschiedet wird", sagte Oettinger. Darin ist auch eine Meldepflicht aller Stromgeschäfte vorgesehen. "Wir wollen die Unternehmen dazu verpflichten, Stromgeschäfte umfassend zu dokumentieren: Umfang, Leistung und Gegenleistung, Vertragsgegenstand und Vertragsteilnehmer. Die Unternehmen und Börsen müssen darüber Buch führen. Alle Daten müssen der Aufsichtsbehörde übermittelt werden", sagte Oettinger.

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