Energiereform
Mexiko hebt Ölmonopol auf

Seit Jahrzehnten lag die Gas- und Ölförderung in Mexiko ausschließlich in staatlicher Hand. Das soll sich nach Willen des Präsidenten Nieto jetzt ändern. Die historische Reform ist jedoch nicht unumstritten.
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Mexiko-StadtDer mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto hat ein Gesetz zur tiefgreifenden Reform des Energiewesens in seinem Land unterzeichnet. Demnach dürfen künftig auch Firmen in privater Hand Öl und Gas fördern.

Zuvor hatten die beiden Kammern des Kongresses und die Mehrheit der Bundesstaaten das Gesetz nach hitziger Debatten und inmitten heftiger Proteste der Opposition gebilligt. Mit der historischen Reform fällt das seit 75 Jahren bestehende Monopol des staatlichen Ölkonzerns Pemex.

Die gemeinsam mit der größten Oppositionspartei PAN vereinbarte Aufhebung des Ölmonopols ist das Kernstück der Reformagenda Peña Nietos. Der Präsident hofft, dass die Investitionen ausländischer Firmen der lahmenden Ölindustrie neuen Schwung geben und dem Land zu "mehr Wirtschaftswachstum und neuen Jobs" verhelfen.

Die linke Opposition dagegen wirft ihm den Ausverkauf der wichtigsten nationalen Einkommensquelle vor und forderte vergeblich ein Referendum über das umstrittene Reformvorhaben.

Die Reform erlaubt ausländischen Unternehmen, sich an der Erkundung und Ausbeutung von Ölvorkommen vor der Küste Mexikos zu beteiligen.

Der staatliche Ölgigant Pemex steuert zwar noch immer mehr als ein Drittel der Staatseinnahmen bei, steckt jedoch seit Jahren in der Krise: Die Rohölproduktion ist von 3,4 Millionen Barrel im Jahr 2004 auf 2,5 Millionen im vergangenen Jahr zurückgegangen.

Die Raffinerien sind veraltet und es mangelt an Technologie und Ressourcen für die aufwändigen Tiefseebohrungen.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur
Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Durch den Peak Oil der Mexikanischen Ölfelder im Zeitraum irgendwann zwischen 2005 und 2007, hat sich der Export von Rohöl bis zum heutigen Tag von knapp 2 Mio. Fass pro Tag auf weniger als 1 Mio. Fass pro Tag mehr als halbiert. Und damit auch die Deviseneinnahmen für den Staat. Der Präsident hofft nun durch eine Privatisierung die Ölproduktion, und somit auch die Deviseneinnahmen, wieder signifikant steigern zu können. Wie alle Politiker braucht er Geld, um es als Wahlgeschenke vom Himmel regnen zu lassen. Dumm ist nur - je erfolgreicher man in der Ausbeutung des verbliebenen Öls ist, umso schneller versiegt es. Das musste auch schon Grossbritannien nach der Privatisierung der Ölindustrie erfahren. UK war bis 2008 Ölexporteur und muss nun, nachdem das Nordseeöl versiegt, Öl importieren. Deshalb hat man sich auch sofort der Koalition der Willigen angeschlossen, um dem Irak in einem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg in Allianz mit der USA das Öl zu stehlen. Alles ganz rational erklärbar.

    http://mazamascience.com/OilExport/index_de.html

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