Energieversorgung als Hauptthema
Putin sieht in EU einen der wichtigsten Partner

Vor den Gipfeltreffen von EU und G8 zur Energiesicherheit haben Wladimir Putin und EU-Kommissionschef José Manuel Barroso über eine verbesserte Zusammenarbeit im Energiesektor gesprochen. Dabei bezeichnete der russische Präsident die EU als einen der wichtigsten Partner Russlands.

HB MOSKAU. Die Europäische Union (EU) sei für Russland politisch und wirtschaftlich ein wichtiger Partner, sagte Putin bei dem Treffen in seiner Residenz Nowo-Ogarjowo außerhalb Moskaus am Freitag.

Eine sichere Energieversorgung soll Hauptthema sowohl beim EU-Gipfel am 23./24. März in Brüssel wie auch beim G8-Gipfel im Juli in St. Petersburg sein. Dabei gehen sowohl in der Europäischen Union wie auch zwischen den Mitgliedern der G8 die Ansichten über die künftige Struktur der Energieversorgung weit auseinander. Die EU-Kommission hat dazu in dieser Woche ihr „Grünbuch“ vorgelegt.

Russland spielt eine Schlüsselrolle für die Versorgung der EU-Staaten mit Erdgas. Nach dem russisch-ukrainischen Gasstreit vom Jahresbeginn fürchtet Europa eine Wiederholung derartiger Lieferstopps durch Russland. Deshalb dringt Barroso wie auch die G8-Energieminister bei Putin darauf, Russland solle die Internationalen Energiecharta ratifizieren.

Der russische Vizeaußenminister Alexandr Jakowenko sagte in Moskau, Russland wolle sein Energiesystem diversifizieren. Dazu gehörten sowohl neue Transportwege wie die Ostseepipeline für Gas nach Deutschland und eine geplante Ölleitung an den Pazifik wie auch ein anderer Mix von Energieträgern. „Wir sind äußerst interessiert an einer Zusammenarbeit mit den G8-Staaten in der Kernenergie“, sagte Jakowenko. Sein Ministerium habe bereits den Entwurf einer Erklärung der Gruppe der sieben führenden Industrienationen und Russlands (G8) zur Energiesicherheit für den Gipfel in St. Petersburg erarbeitet.

Barroso und Putin nutzten ihr informelles Treffen auch zu Beratungen über eine vertiefte politische Zusammenarbeit zwischen Russland und der EU. Die bisherige Grundlage der Zusammenarbeit, der Partnerschaftsvertrag von 1997, läuft im kommenden Jahr aus.

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