Energieversorgung
Putin warnt Europa vor Gas-Lieferengpässen

Der russische Ministerpräsident Putin warnt die Europäische Union vor Problemen bei der Gasversorgung im kommenden Winter. Das Transitland Ukraine habe finanzielle Probleme, die Durchleitung des Brennstoffs sei daher nicht gesichert. Die schwedische EU-Ratspräsidentschaft will sich der Angelegenheit annehmen.
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HB MOSKAU. Russland hat die Europäische Union vor möglichen Unterbrechungen der Gasversorgung gewarnt. Grund seien finanzielle Probleme mit dem Gas-Transitland Ukraine, erklärte die schwedische EU-Ratspräsidentschaft am späten Sonntagabend an. Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt habe mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin telefoniert und erfahren, dass die Ukraine womöglich ihren Zahlungsverpflichtungen gegenüber Gazprom nicht nachkommen könne. Schweden werde die Angelegenheit weiter genau verfolgen.

Die russische Agentur Interfax zitierte Putin mit den Worten, es könne wegen der möglichen Geldschwierigkeiten der Ukraine bei europäischen Kunden Probleme bei den Gaslieferungen geben. Russland hatte Gaslieferungen über die Ukraine nach Westeuropa bereits zwei Mal gekürzt: im Januar 2006 sowie Anfang dieses Jahres. Grund waren Streitigkeiten mit der ehemaligen Sowjetrepublik über Gaspreise und Zahlungen. Die europäischen Abnehmern bekamen die Unterbrechungen mitten im Winter während der Hauptheizperiode zu spüren.

Ein Großteil des für Europa bestimmten russischen Gases wird durch die Ukraine geleitet. Die geplante Ostseepipeline soll eine alternative Versorgungsroute nach Deutschland ermöglichen. Bei dem sogenannten Nordstream-Projekt, an dem neben dem russischen Staatskonzern Gazprom unter anderem die deutschen Unternehmen E.ON und BASF beteiligt sind, stehen noch Baugenehmigungen aus einigen Ländern aus.

Kommentare zu " Energieversorgung: Putin warnt Europa vor Gas-Lieferengpässen"

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  • @ Tom (1)

    Sie klingen wie der Rufer in der Wüste. Sie haben Recht und ich stimme ihnen bei ihrer betrachtungsweise zu. Leider haben 8 Jahre rot/grün und 4 Jahre schwarz/rot Pflöcke eingeschlagen, die erst einmal gezogen werden müssen. Hinzu kommt bei einem Teil der bevölkerung eine diffuse Angst vor der Kernenergie. Politische Kreise in diesem Land werden nicht müde diese Art der Energiegewinnung zu verteufeln, Tschernobyl und die „ungelöste“ Endlagerfrage müssen als Argumente herhalten. in keinem Land der Erde wird so viel negative Stimmung gegen die Kernkraft gemacht wie in D. Warum? Diese Kreise sind zu einem großen Teil ganz massive Nutznießer der sogenannten „erneuerbaren Energien“ und haben sich auch noch die entsprechenden Gesetze geschaffen. Es wird ein langer Weg werden, den Menschen im Land klarzumachen, daß diese Energie zum Fortbestand des industriestandortes D nicht geeignet ist. bei der befürwortung der EE wird meistens nur der häusliche Stromverbrauch betrachtet. Und deshalb ist ein großer Teil der bevölkerung willens und bereit sich in die von ihnen beschriebenen Abhängigkeiten zu begeben, allen voran die Politiker mangels Konzept. Was diesem Land fehlt, ist eine vernünftige und zukunftsgewandte Energiepolitik und kein hochsubventioniertes Experimentierfeld.

  • und nun bekommt die frage der energieabhängikeit neue nahrung !!! wir bekommen gas aus russland öl sowiso kupfer,eisenerz,kohle sogar !!!was macht ein abhängiger mit blick auf sein lieblingsgetränk ? alles !!!
    wir müssen uns von russland unabhängig machen,aus diesem grund müssen wir den ausbau der kernkraft forcieren !!!ein land wie deutschland kann sich nicht in abhängikeit von irgendjemanden begeben.wir brauchen nicht nur eine längere laufzeit unserer bestehenden kkw s wir brauchen neubauten !!!

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