Energieversorgung
Weißrussland will Atomkraft

Um Weißrussland von Energie-Importen unabhängig zu machen hat Präsident Alexander Lukaschenko den Bau eines Atomkraftwerks angekündigt. „Es gibt keine Alternative zur Herstellung eigener Atomenergie, wenn wir unsere nationale Sicherheit garantieren wollen“, sagte Lukaschenko am Donnerstag laut örtlichen Medien.

HB MINSK. Der Bau soll den Berichten zufolge im kommenden Jahr beginnen und zwischen vier und acht Jahren dauern. Die Kosten werden sich laut der Regierung in Minsk auf 2,5 bis 2,8 Mrd. Dollar belaufen und sollen fremdfinanziert werden. Russland habe bereits Hilfe bei der Konstruktion zugesagt. Weißrussische Medien berichteten, die Behörden des Landes würden auch französische und US-Unternehmen als mögliche Vertragspartner prüfen.

Lukaschenko ist ein enger Verbündeter Russlands, die Beziehungen wurden in jüngster Zeit jedoch wiederholt durch den Streit um die Preise für russische Gaslieferungen belastet. „Unglücklicherweise ist die Energieversorgung zu einem politischen Mittel geworden, das die Beziehungen zu anderen Ländern und Organisationen beeinflusst“, zitierten die Medien den Präsidenten.

Die ehemalige Sowjetrepublik wird von Menschenrechtlern als letzte Diktatur in Europa kritisiert. Die USA und die EU haben Lukaschenko wiederholt vorgeworfen, Wahlergebnisse gefälscht zu haben, die Opposition zu unterdrücken und die Medien zu gängeln.

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