Engagement in Afghanistan
USA erhöhen Druck auf Deutschland

Nachdem schon US-Präsidentschaftskandidat Barack Obama Europas Afghanistan-Engagements kritisiert hat, legt der Uno-Botschafter der USA nun nach. Bundeswehrsoldaten hätten eine „besondere Verantwortung“ am Hindukusch, lautet seine Botschaft an Berlin.

DÜSSELDORF. Der amerikanische Uno-Botschafter Zalmay Khalilzad hat Deutschland aufgefordert, in Afghanistan mehr Verantwortung zu übernehmen. Die Präsenz der Bundeswehrsoldaten sei "in Afghanistan wichtig und zudem sind sie sehr gut angesehen – was eine besondere Verantwortung mit sich bringt", sagte Khalilzad dem Handelsblatt.

Nach Einschätzung der US-Geheimdienste kontrolliert die Zentralregierung in Kabul nur ein Drittel des Landes, zehn Prozent würden von den Taliban beherrscht, der Rest von autonomen, lokalen Führern. "In einigen Teilen des Landes gibt es Terroristen, Taliban, El Kaida und Drogenhändler, die alle zusammen arbeiten", warnte der amerikanische Spitzendiplomat afghanischer Herkunft.

Spekulationen, er könne als möglicher Nachfolger von Präsident Hamid Karsai nach Afghanistan zurückkehren, dementierte er kategorisch: "Das ist mein letztes Wort," sagte Khalilzad.

Markus Ziener ist Korrespondent in Washington.
Markus Ziener
Handelsblatt / Korrespondent
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