Engere Beziehung
Russland und China wollen militärische Kooperation ausweiten

Wladimir Putin wirbt in China für engere Beziehungen zu Peking. Dutzende Abkommen hat Russlands Präsident im Gepäck. Besonders wichtig ist ein Gasabkommen. Es gebe gute Aussichten. Aber um die Details wird noch gerungen.
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Shanghai Russland und China wollen militärisch enger zusammenarbeiten. Die Kooperation zwischen beiden Ländern sei ein wesentlicher Faktor für Sicherheit in der Welt, sagte Russlands Präsident Wladimir Putin nach einem Treffen mit seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping laut Nachrichtenagentur Itar-Tass. Es gebe gute Aussichten für den gemeinsamen Bau eines großen Flugzeuges und eines Helikopters.

Gleichzeitig war für Dienstag der Auftakt eines mehrtägigen Manövers von russischen und chinesischen Militärschiffen im Ostchinesischen Meer geplant. In der Region liegt China seit langer Zeit mit Japan im Streit um eine Gruppe von unbewohnten Inseln.

Im Zentrum des zweitägigen Staatsbesuches von Putin in China steht der Abschluss zahlreicher Verträge. Insgesamt sollen bei Putins China-Reise rekordverdächtige 43 Abkommen unterzeichnet werden. Seit Jahren ringen Russland und China um den Abschluss eines neuen Gasvertrages. Ein neues Abkommen stehe kurz bevor, hatte Putin am Montag angedeutet.

Die Diskussionen in Shanghai über das Gasabkommen seien bereits sehr weit, und China könne „jeden Moment“ das Abkommen unterzeichnen, sagte Putins Sprecher Dmitri Peskow nach Angaben von Itar-Tass. Noch sei keine Einigung über den Preis für die Gaslieferungen gefunden worden. Schon im vergangen Jahr hatten beide Länder einen Durchbruch in den Verhandlungen gefeiert, aber beide Seiten konnten sich nicht auf einen Preis einigen.

Die Visite in Shanghai erfolgt vor dem Hintergrund der schweren Krise in der Ukraine. Putins Gespräche mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping in der ostchinesischen Hafenmetropole gelten auch als Zeichen an den Westen, dass Moskau die Suche nach neuen Partnern intensiviert. Am Dienstag wollte Putin in Shanghai zudem mit UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zusammenkommen. Beide nehmen an einem Sicherheitsgipfel asiatischer Länder teil.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Steinmeier beklagt, dass die Deutschen die Konzepte ihrer "außenpolitischen Elite" nicht mehr verstehen. Damit meint er sich doch sicher selbst. Ich hoffe diese "außenpolitischen Stümper" bekommen am Sonntag ihre Quittung. Die Russen liefern bald preisgünstiges Gas nach China und wir kaufen dafür teures LPG aus den USA. Ist das "Elite"? Kann er sich als Minister ja leisten, normale Deutsche nicht. Dann lieber Dummköpfe an die Regierung. Die sogenannten Einfältigen machen das besser als unsere lächerlichen "Eliten". Soll er doch in die USA fahren und mal drum betteln dass wir vielleicht Zeugen einladen dürfen wegen NSA. Soll er doch selber nach Mali und Nigeria gehen. Was haben wir da verloren? Der Steinmeier mit Gabriel und Nahles zusammen, die Deutschen haben wieder eine Elite die vom Volk nicht verstanden wird! Damit liegen sie allerdings gar nicht so falsch. Sonntag wird gewählt!

  • @hafnersp

    mein obiger Kommentar soll nicht heißen, daß diese Kooperation jetzt direkt aus der Ukraine-Krise resultiert - das war nur der Trigger. So etwas braucht jahrelange Vorbereitung und geduldiges Verhandeln und Aufeinanderzugehen. Und starke gemeinsame Interessen.

    Die aggressive Politik der USA gegen den Rest der Welt und insbesondere die kommende Konfrontation gegen China (Bedrohung der chin. Rohstoff-Versorgung via US-Navy - ähnlich wie damals vor dem 2. Weltkrieg gegen Japan) und Rußland (militärische Einkreisung, Zerstörung von dessen europäischen Absatz-Märkte für Rohstoffe wie Gas) war im Grunde schon zu Jelzinzeiten erkennbar, spätestens aber im Gefolge des 9-11 als sich die USA einen "Flugzeugträger" in Afghanistan names Baghram gesichert haben (von wo aus Awacs starten, Luft-Fernaufklärer, offenbar zur Überwachung der Taliban-Luftwaffe).

    Die Ukraine-Krise (eigentlich schon Syrien und Zypern - beides letztlich Angriffe auf Gazprom, Zypern ist DAS russische Finanzzentrum) ist insofern eine Zäsur, als jetzt offenbar beide Seiten, sowohl die USA mit dem Frontalangriff auf elementare russischen Interessen (Gas-Export, Abschneiden von Europa) als auch die Zwangverbündeten Rußland und China die Masken fallen lassen und sich die Fronten zunehmend offen darstellen.

  • Wenn Russland das wirtschaftlichen Erfolg braucht und China Rohstoffe und Land, sich zu einer militärischen und wirtschaftlichen Union zusammen finden, dann spielt sich alles weitere in Asien ab. Europa wird nicht ganz verhungern, aber bedeutungslos werden, zumal die Amerikaner schon lange erkannt haben , dass Asien der wichtigste Wirtschaftsraum wird. In Europa können wir uns alle die Schuhe gegenseitig putzen. Oualifiziertes Personal ist ja in Massen vorhanden.

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