Entführte Deutsche
„Bitte helfen Sie uns“

Der Krisenstab im Auswärtigen Amt sucht nach dem neuen Video der beiden im Irak entführten Deutschen weiter nach einer Lösung des Geiseldramas. Für Montag ist eine Sitzung des Außenministeriums geplant. René Bräunlich und Thomas Nitzschke waren am 24.Januar im Irak entführt worden.

HB BERLIN. Das Video war auf einer islamistischen Internetseite verbreitet worden. Dort sagte Nitzschke in einer etwa zehn Sekunden dauernden Botschaft: „Wir sind jetzt seit über 60 Tagen hier gefangen. Wir sind am Ende unserer Nerven. Bitte helfen Sie uns. Wir halten es nicht mehr länger aus. Bitte helfen Sie uns.“

Nach ZDF-Informationen liegt dem Auswärtigen Amt ein längeres Video vor als jenes, das im Internet zu sehen ist. Die Entführer drohen darin in einem „letzten Ultimatum“, die beiden Deutschen zu töten, wenn nicht irakische Gefangene der US-Streitkräfte frei gelassen würden. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Sonntag versichert, dass „wir alles in unserer Macht Stehende tun, um das Leben der Geiseln zu retten und die Geiseln wieder frei in Deutschland zu haben“.

Die beiden Leipziger waren vor gut zweieinhalb Monaten in der nordirakischen Region um die Stadt Baidschi von Bewaffneten entführt worden. Die dritte Videobotschaft stammt von Anfang Februar. Angehörige, Freunde und Kollegen wollen an diesem Montag in der Leipziger Nikolaikirche bei einem Friedensgebet mit besonderem Nachdruck für die Freilassung der beiden einsetzen. Danach ist die 21. Mahnwache geplant.

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