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19.12.2008 
Jemen

Entführte Geiseln sind frei

Das Auswärtige Amt hat die Nachricht bestätigt. Die drei im Jemen entführten Deutschen sind frei. Fast eine Woche waren sie in der Hand von Kidnappern gewesen.

Soldaten vor dem Sitz des jemenitischen Innenministers, wo die Geiseln nach ihrer Freilassung erwartet wurden. Foto: dpaLupe

Soldaten vor dem Sitz des jemenitischen Innenministers, wo die Geiseln nach ihrer Freilassung erwartet wurden. Foto: dpa

HB SANAA/KIEL. Nach fünftägiger Geiselhaft haben die Entführer drei im Jemen verschleppte Deutsche am Freitag freigelassen. Von den Strapazen der vergangenen Tage gezeichnet, traf die Familie aus Kiel am Freitagabend in der Hauptstadt Sanaa ein, wo sie von Innenminister Mutahar al-Masri und einem Vertreter der deutschen Botschaft empfangen wurde.

„Es geht ihnen den Umständen entsprechend gut“, sagte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) am Freitag. „Sie waren unversehrt, aber sie sahen erschöpft aus“, sagte auch ein Beamter des jemenitischen Innenministeriums.

Die Familie der Entführten in Schleswig-Holstein hat am Freitagabend „überglücklich“ auf die Freilassung regiert. „Es waren für uns alle fünf Tage voll des bangen Wartens und Hoffens“, erklärten die Angehörigen in einer Mitteilung an die Nachrichtenagentur dpa. Ihr Dank gelte vor allem der jemenitischen Regierung für „ihr besonnenes und umsichtiges Vorgehen bei den sicherlich schwierigen Verhandlungen“.

Es sei noch nicht klar, wann die Familie wieder in Schleswig-Holstein eintreffen werde. Auch Steinmeier dankte allen, die an dem glimpflichen Ausgang der Entführung beteiligt waren, vor allem aber den „jemenitischen Behörden, die sich bis hin zum Präsidenten sehr engagiert“ hätten.

Der Verhandlungsführer der Regierung, Scheich Abdul-Kawi Obad, hatte die Freilassung der drei Deutschen in langen Verhandlungen mit den Entführern vom Bani-Dhabian-Stamm erreicht. Er brachte die Architektin Julia T. und ihre Eltern am Freitag erst in sein Haus in der Nähe des Bergdorfes Nabaah, in dem die Familie gefangen gehalten worden war, und anschließend in die 60 Kilometer entfernte Hauptstadt.

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