Entscheidungen aufgeschoben
Die Euro-Retter lassen Athen zappeln

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Athen fehlen bis zu 14 Milliarden Euro

Aus eigener Kraft können die Griechen ihre Schulden schon längst nicht mehr begleichen. Laut "Spiegel" fehlen für die nächsten beiden Jahre im Haushalt 14 Milliarden Euro, das hätten Berechnungen der Troika aus Internationalem Währungsfonds, EU-Kommission und EZB ergeben.

Griechenland

Refinanzierungsbedarf von 2012 bis 2016

in Mrd. Euro


Die griechische Regierung beziffert die Deckungslücke auf 11,5 Milliarden, die sie durch weitere Einsparungen aufbringen will. Nach Ansicht der Troika hat Athen aber erst rund die Hälfte der nötigen Summe beisammen.

Die Regierung wartet dringend darauf, dass Euro-Zone und IWF die nächste Kredittranche von 31 Milliarden Euro freigeben. Doch es gibt große Zweifel, ob das Land die Bedingungen erfüllt. "Wir warten seit zwei Jahren vergeblich darauf, dass Griechenland endlich die versprochenen Strukturreformen anpackt", klagt der CSU-Europaabgeordnete Markus Ferber.

Nun ist wieder die Troika an der Reihe. Sie reist am 3. September nach Athen, um den Finanzbedarf auszuloten. Vor dem finalen Bericht haben nicht nur die Griechen Angst: Die Troika könnte nämlich herausfinden, dass das Land noch mehr Hilfskredite benötigt.

Kommentare zu " Entscheidungen aufgeschoben: Die Euro-Retter lassen Athen zappeln"

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  • Die Zustände dieses Finanzgebahrens sind in der Tat unhaltbar. Wozu diese Europa Komödie. Offenbar geht es nur um die Exporte deutscher Produkte, die auf Pump in ein nicht zahlungsfähges Land exportiert werden. Aber warum zahlungsunfähig?
    Die Werteschaffenden dieser Nation werden doppelt bestraft. Während die Arbeitsbedingungen immer schlechter werden, müssen sie auch noch die Lasten nicht bezahlter Produkte (Exporte) mittragen. Hauptsache die Unternehmen und ihre Investoren kriegen ihre Gewinne.
    Alle Macht geht vom Volke aus, steht jedenfalls im GG.

  • 'mondahu' sagt
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    "Aus eigener Kraft können die Griechen ihre Schulden schon längst nicht mehr begleichen." Das ist nun wenigstens eine realistische Erkenntnis.
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    Wenn die Griechen bloß ihre Steuern richtig bezaglen würden hätte der Staat einen Haushaltsüberschuß.

    Am können liegts nicht - sondern am wollen.

    Der griechische Bankrott ist ein betrügerischer.

  • 'GUES' sagt
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    Was mit Griechenland passieren soll, ist doch schon lange klar, auch wenn dies nicht offizell kommuniziert wird. Hätte man nur Griechenland von Anfang an die Mittel versagt, was glauben Sie was dann auf den Straßen los gewesen wäre?!
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    Und wen interessiert es, was in Griechenland auf den Straßen los ist?

    Mich jedenfalls nicht.

    Für jeden deutschen Steuerzahler sind 2300 Euro futsch - das interessiert mich.

    Und jeden Monat den man die Griechen länger aushält werden es etwa 12 Euro mehr.

    Also endlich Schluß damit!

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