Entspannung in der Krise
Nord- und Südkorea einigen sich

Nord- und Südkorea haben sich einem Medienbericht zufolge auf Schritte zur Entspannung der jüngsten Krise verständigt. In der Nacht zum Dienstag soll eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht werden.
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SeoulNach zähem Ringen um einen Ausweg aus der schweren Krise auf der koreanischen Halbinsel haben Süd- und Nordkorea eine Einigung erzielt. Nordkorea wolle den von ihm ausgerufenen „Quasi-Kriegszustand“ aufheben und Südkorea seine Lautsprecher-Propaganda gen Nordkorea stoppen, sagte Südkoreas Nationaler Sicherheitsberater Kim Kwan Jin in der Nacht zum Dienstag (Ortszeit) in Seoul. Kim hatte Südkorea im Grenzort Panmunjom bei Gesprächen mit Spitzenvertretern Nordkoreas über eine Entspannung vertreten. 

Nordkorea äußert in dem Abkommen auch sein Bedauern wegen der Verletzung von zwei südkoreanischen Soldaten Anfang August durch eine Landminenexplosion. Südkorea hatte eine Entschuldigung für den Zwischenfall gefordert, der die jüngste Krise ausgelöst hatte. Nordkorea hatte zunächst den Vorwurf bestritten, seine Soldaten hätten Minen auf südlicher Seite der entmilitarisierten Zone vergraben. Als Vergeltung hatte Südkorea seine Beschallungsaktion an der Grenze wieder aufgenommen. 

Beide Länder hatten seit Samstag verhandelt. Das Treffen begann kurz nach Ablauf eines Ultimatums von Nordkorea. Pjöngjang hatte Seoul aufgefordert, die Propaganda binnen 48 Stunden zu beenden. Es drohte dabei mit Militärschlägen.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat die Einigung zwischen Süd- und Nordkorea und die damit einhergehende Abwendung einer Eskalation der Spannungen auf der koreanischen Halbinsel begrüßt. Er freue sich insbesondere, dass die beiden Länder sich auf einen regelmäßigen Dialog geeinigt hätten, sagte Ban laut Mitteilung der Vereinten Nationen in New York vom Montag (Ortszeit). „Ich hoffe, dass er als Mechanismus dienen wird, um alle möglichen zukünftigen Probleme auf der Halbinsel im Griff zu behalten.“ Zudem hoffe er, dass dieser Dialog auch zu einer Wiederaufnahme der Gespräche über die Frage der Nuklearwaffen führe. Spitzenvertreter Süd- und Nordkoreas hatten zuvor in zähen Verhandlungen eine drohende Eskalation der Spannungen auf der koreanischen Halbinsel verhindert.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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