Entspannungszeichen
Assad deutet syrischen Abzug aus Libanon an

Der Generalsekretär der Arabischen Liga, Amre Mussa, hat sich am Montag in Syrien um eine Entschärfung der Krise zwischen Washington und Damaskus bemüht.

HB DAMASKUS. Nach einem Gespräch mit Präsident Baschar el Assad sagte Mussa in der syrischen Hauptstadt: „Assad hat während der Diskussion mehr als einmal betont, dass er entschlossen ist, die Umsetzung des Abkommens von Taif fortzusetzen und einen syrischen Abzug aus Libanon in Übereinstimmung mit diesem Abkommen zu erreichen.“ Der Abzug sei Teil der syrischen Politik, und „wir werden sehr bald Schritte in dieser Richtung sehen“, habe er hinzugefügt.

Nach dem Taif-Abkommen zur Beendigung des Bürgerkriegs in Libanon (1975-1990) hätte der Rückzug der einst 35 000 syrischen Soldaten bereits 1992, zwei Jahre nach der Verabschiedung einer neuen libanesischen Verfassung, beginnen sollen. Die Schutzmacht Syrien hat jedoch erst 2001 mit dem Abzug ihrer Truppen aus dem Nachbarland begonnen, wo heute noch über 14 000 ihrer Soldaten stationiert sind.

Seit dem tödlichen Anschlag auf den früheren Ministerpräsidenten Rafik Hariri vor acht Tagen haben die USA ihren Druck auf Damaskus erhöht. Sie fordern einen Truppenabzug und werfen den Syrern Einmischung in die libanesische Politik vor. In Beirut forderten Tausende Demonstranten am Montag erneut einen Abzug der Syrer. Baschar el Assad verfolge die Ermittlungen zum Mord an Hariri mit großem Interesse und begrüße eine UN-Beteiligung an der Untersuchung, sagte Mussa. Die syrische Führung hofft unterdessen, dass ihnen die Staaten der Liga bei ihrem Gipfel im März den Rücken stärken werden.

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