Enttarnung von CIA-Agentin
Cheneys Ex-Berater Libby schuldig gesprochen

Der frühere Stabschef von US-Vizepräsident Dick Cheney, Lewis „Scooter“ Libby, ist von einem US-Gericht der Behinderung der Justiz schuldig gesprochen worden. Libby war im Skandal um die Enttarnung einer US-Spionin des Meineids angeklagt. Ihm drohen nun bis zu 25 Jahre Haft.

HB WASHINGTON. Libby habe sich unter anderem der Justizbehinderung schuldig gemacht, heißt es in dem Urteil der Jury. Vom Vorwurf, die Bundespolizei FBI belogen zu haben, wurde Libby freigesprochen.

Libby wurde beschuldigt, die Ermittler über seine Gespräche mit Reportern bezüglich der CIA-Agentin Valerie Plame belogen zu haben. Plames Mann, der frühere US-Botschafter Joseph Wilson, hatte der Regierung im Sommer 2003 in einem Gastbeitrag für die „New York Times“ vorgeworfen, zur Rechtfertigung des Irak-Kriegs fragwürdige Geheimdienstinformationen genutzt zu haben.

Acht Tage später wurde seine Frau in einem Artikel des Journalisten Robert Novak als CIA-Agentin enttarnt. Die Enttarnung Plames hatte eine der heftigsten Affären in der zweiten Amtszeit von Präsident George W. Bush ausgelöst. Bis zuletzt standen dessen engste Mitarbeiter in dem Verdacht, die Identität der Frau gezielt preisgegeben zu haben. Ziel sei gewesen, ihren Mann, den ehemaligen US-Botschafter Joseph Wilson, für seine Kritik am Irak-Krieg zu bestrafen.

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