Entwicklung einer neuen Generation von Atomraketen
Besorgnis über Putins Rüstungspläne

Bei den Politikern in Berlin hat die Ankündigung des russischen Präsidenten Wladimir Putin, neue Atomraketen zu entwickeln, Besorgnis ausgelöst. Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Volker Rühe (CDU), sagte: „Es gibt ein strategisches Kräftegleichgewicht und keine Bedrohung für Russland außer dem Terrorismus. Dieser lässt sich aber nicht mit Atomwaffen abschrecken.“

HB HAMBURG. Auch SPD-Fraktionsvize Michael Müller äußerte sich beunruhigt: „Ich finde es äußerst unerfreulich, dass Russland aufrüstet.“

CDU-Außenexperte Ruprecht Polenz forderte Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) auf, mit Putin zu sprechen. Polenz sagte: „Es wäre an der Zeit, dass er seinen Einfluss auf den russischen Präsidenten, dessen er sich selber rühmt, geltend macht, um Putin von diesem Vorhaben abzubringen.“

Der russische Präsident hatte am Mittwoch die Entwicklung einer neuen Generation von Atomraketen angekündigt, ohne Einzelheiten zu nennen. Experten gehen davon aus, dass sich Putin auf die mobil einsetzbare Interkontinentalrakete „Topol-M“ bezog, die 2006 in Dienst gestellt werden soll. Die USA fühlen sich durch die Moskauer Ankündigung nicht bedroht. Der russische Plan zur Modernisierung des Nukleararsenals sei bekannt und stehe im Einklang mit dem bilateralen Vertrag von 2002 über eine Verringerung der strategischen Waffen, hieß es in Washington.

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