Entwicklungshilfe
Australien knüpft Zahlungen an Erfolge

Geld für Entwicklungserfolg: Australien will seine Entwicklungshilfe künftig vom Erfolg der einzelnen Maßnahmen abhängig machen. Bei nicht erreichten Zielen sollen Gelder gestrichen und Projekte eingestellt werden.
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SydneyAustralien verlangt im Gegenzug für Entwicklungshilfe künftig Erfolgsmeldungen. Wenn bestimmte Ziele nicht erreicht werden, sollen Gelder gestrichen werden, kündigte Außenministerin Julie Bishop am Mittwoch an. „Die Milliarden, die wir in Hilfe investieren, führen nicht zum erwarteten Ergebnis“, sagte Bishop dem Sender ABC. „Wir wollen bessere Ergebnisse.“ Einzelheiten würden noch ausgearbeitet. Nach dem Regierungswechsel im September 2013 hat die konservative Regierung das Entwicklungshilfebudget um umgerechnet 5,2 Milliarden Euro auf 3,5 Milliarden Euro gekürzt.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Entwicklungshilfe: Australien knüpft Zahlungen an Erfolge"

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  • Dies sollte auch für die deutsche Entwicklungshilfe eine Selbstverständlichkeit sein. Warum ist das nicht so? Weil es bei uns zuviele Berufsentwicklungshelfer gibt. In über 5 Jahrzehnten ist ein Hilfsindustriezweig mit Entwicklungshelfern entstanden, die natürlich nicht für ihre Selbstabschaffung arbeiten. Afrika wird mit Hilfe überschüttet, die die Bevölkerung abhängig hält. Alle sollten innehalten und reflektieren, was wir in der Entwicklungshilfe eigentlich tun. Getan wird viel, aber es gibt keine systematische Bestandsaufnahme, geschweige denn unabhängige Wirkungsanalysen. Es sollte nicht mehr auf anspruchsvolle und überprüfbare Ziele verzichtet werden.An erster Stelle sollten eigene Ideen und nicht falsch verstandene Mildtätigkeit stehen. In den Genuss unserer Solidarität sollten nur noch Länder gelangen, die nachweislich alle Anstrengungen unternehmen, ihre Schwierigkeiten selbst zu beseitigen. Australien will diese Geldvernichtung nicht mehr mitmachen. Wir sollten uns ein Beispiel nehmen. Lediglich mehr Geld zur Verfügung zu stellen, heißt noch lange nicht, dass es bei den Menschen ankommt und dass die Projekte sinnvoll sind.Der Kampf gegen Armut muß aber vor allem von den Afrikanern selbst geführt werden.Korrupte Systeme verbunden mit Perspektivlosigkeit treibt junge Afrikaner auf Boote in Richtung Europa. Lampedusa, Ceuta und Melilla sind das Symptom einer Krankheit, die in den schlecht regierten Staaten Afrikas wurzelt.Immer mehr Menschen fliehen unter unwürdigen Bedingungen nach Europa weil sie mit ansehen, dass niemand bestraft wird, weder für Korruption, Menschenrechtsverletzungen noch für das totale Herunterwirtschaften des Landes während der letzten Jahrzehnte. Sie sehen in ihren Ländern keine positive Entwicklung mehr.Der Kontrast zwischen der täglich im Fernsehen idealisierten westlichen Welt und der eigenen Ausweglosigkeit hat bei Jugendlichen große Sprengkraft. Volker Seitz, Botschafter a.D. und Autor "Afrika wird armregiert"

  • "Könnte ungeahnte Einblicke zur Folge haben..."
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    Auch hier könnten Merkel und Konsorten mal eine Lehrstunde nehmen:
    http://www.handelsblatt.com/politik/international/asylsuchende-aus-indonesien-australien-will-fluechtlingsboote-abfangen/9304722.html
    Illegale fängt man ab und schickt sie postwendend und unfrei zurück!
    Auch hier wieder, genau hinschauen: So macht man das!
    Und nicht jährlich 30 Milliarden für Migranten raushauen, die der deutsche Steuerzahler aufbringen muß!

    Das muß man sich auf der Zunge zergehen lassen:
    30 Milliarden für die Sozialindustrie
    30 Millarden lt. Schwarzbuch des Steuerzahlerbundes pure Verschwendung
    das sind schon 60 Milliarden, um die man die Bürger entlasten könnte, WENN MAN NUR WOLLTE! JAHR FÜR JAHR!

  • He, es gibt also noch Staaten, deren Führung nicht völlig verblödet ist.
    Ich schlage vor, dass Frau Merkel und ihre Dackel den nächsten Flug statt zur WM mal nach Australien nehmen.
    Könnte ungeahnte Einblicke zur Folge haben...

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