Erasmus-Programm
Wo Europa schon funktioniert

Die EU steckt weitere Milliarden in sein Bildungsprogramm „Erasmus“. Damit können bis zu fünf Millionen junge Europäer bis 2020 im Ausland studieren. Eine gute Entscheidung – wissen drei Redakteure aus eigener Erfahrung.
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DüsseldorfEs gibt kaum ein Förderprogramm für das sich die EU so wenig rechtfertigen muss wie jenes, das nach Erasmus von Rotterdam benannt ist. Seit 1987 können Studenten und Dozenten mit Hilfe des Erasmus-Stipendiums für ein, zwei Semester die Hochschule wechseln. Ein Erfolgsprogramm. Zentraler Punkt – neben einer finanziellen Beigabe – ist die jeweilige Anerkennung von Studienleistungen im Ausland. Jetzt hat die EU das Programm noch einmal ausgebaut, künftig sollen noch mehr junge Europäer als bisher im Ausland studieren oder sich weiterbilden können.

Das EU-Parlament stimmte am Dienstag in Straßburg für das Austauschprogramm für Jugend, Bildung und Sport. Für die Jahre 2014 bis 2020 stehen dafür 14,7 Milliarden Euro zur Verfügung. Die Berichterstatterin des Parlaments und Vorsitzende des Kulturausschusses, die CDU-Abgeordnete Doris Pack, sagte, dass bis zu fünf Millionen junge Europäer aller Bildungsstufen bis 2020 Auslandsstipendien beantragen könnten. Das erweiterte Programm ist nicht mehr auf Studenten beschränkt, sondern gilt für junge Menschen zwischen 13 und 30 Jahren.

Zu „Erasmus+“ gehören neben den Hochschulprogrammen Erasmus für Studierende und Jean Monnet für die internationale Hochschulkooperation auch andere Bildungsprogramme wie Comenius für Schüler bis zur Sekundarstufe II, Leonardo da Vinci für Auszubildende und Grundtvig für die Erwachsenenbildung. Außerdem wird mit Jugend in Aktion erstmals ein eigener Förderbereich Sport eingerichtet.

„Erasmus-Stipendiaten können ihr Auslandsstudium künftig flexibler gestalten. Für Master-Studierende wird versuchsweise die Möglichkeit eingeführt, ein Darlehen zur Finanzierung ihres Studiums zu beantragen“, sagte Pack. Die EU-Kommissarin für Bildung und Kultur, Androulla Vassiliou, verwies darauf, dass im Vergleich zum laufenden Programm das Budget für Erasmus+ um 40 Prozent aufgestockt worden sei. „Erasmus+ wird auch dazu beitragen, die Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen“, sagte sie.

Seit dem Programmstart haben rund 2,5 Millionen Studierende mit Hilfe von Erasmus einen Auslandsaufenthalt gemeistert. Unter ihnen sind auch drei Redakteure von Handelsblatt Online. Sie berichten über ihre Erfahrungen in Madrid, Neapel und Dublin.

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  • Auswandern wäre ja auch eine Möglichkeit, lieber Herr Placker.

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