Erbprinz Alois will gegen Missbrauch streng vorgehen
Liechtenstein verteidigt Bankgeheimnis

Der künftige Regent von Liechtenstein, Erbprinz Alois, will das Bankgeheimnis in seinem Land verteidigen.

HB DÜSSELDORF. "In Liechtenstein sind wir fest davon überzeugt, dass das Bankgeheimnis ein wichtiges Bedürfnis der Bankkunden befriedigt. Allerdings sind wir uns bewusst, dass das Bankgeheimnis auch für kriminelle Machenschaften missbraucht werden kann und wir im eigenen langfristigen Interesse gegen Missbrauch streng vorgehen müssen. Wir werden das Bankgeheimnis, wo es seine Berechtigung hat, verteidigen", sagte der Erbprinz dem Handelsblatt (Dienstagausgabe).

Erbprinz Alois, der am Wochenende die Regentschaft übernehmen wird, widersprach Vermutungen, sein Vater werde auch künftig in Liechtenstein das Sagen haben: "Ab August übernehme ich sämtliche Funktionen des Staatsoberhauptes. Dabei werde ich die ganze Verantwortung haben und selbstständig agieren können."

Das Interview im Wortlaut:

Handelsblatt: Durchlaucht, Sie beerben am Sonntag Ihren Vater als Staatsoberhaupt. Wie selbstständig werden Sie agieren?

Erbprinz Alois: Ab August übernehme ich sämtliche Funktionen des Staatsoberhauptes. Dabei werde ich die ganze Verantwortung haben und selbstständig agieren können. Aber natürlich hat der Fürst theoretisch die Möglichkeit, mich abzuberufen.

Sie sind Staatsoberhaupt und Ihnen gehört mit der LGT die größte Bank des Landes. Laufen Sie da nicht Gefahr, Politik und Wirtschaft zu eng miteinander zu verknüpfen?

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