Erdogan in Russland
Putin baut Sanktionen gegen Türkei schrittweise ab

Nach langer Eiszeit nähern sich Russland und die Türkei wieder an. In Syrien wollen Erdogan und Putin das Leid der Zivilisten verringern. Auch die Sanktionen beider Länder sollen ein Ende finden.
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SotschiDer türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan und Kremlchef Wladimir Putin wollen mit Schutzzonen das Blutvergießen in Syrien eindämmen. Nach einem Treffen am Mittwoch in der Schwarzmeerstadt Sotschi sagte Erdogan, solche Zonen wären ein „Schlüssel“, um das Blutvergießen in Syrien zu stoppen.

„Wir müssen solche Mechanismen finden, die ein Ende des Blutvergießens garantieren“, sagte Putin. Darin stimme er mit dem türkischen Präsidenten überein und darüber habe er auch am Vorabend mit US-Präsident Donald Trump gesprochen. Dies sei eine der wichtigsten Fragen der Syrien-Gespräche, die am Mittwoch und Donnerstag in der kasachischen Hauptstadt Astana stattfinden.

Erdogan sagte, er sei sich mit Putin einig, dass die Verantwortlichen des mutmaßlichen Giftgasangriffs Anfang April in der nordsyrischen Stadt Chan Scheichun zur Verantwortung gezogen werden müssten. „Niemand sollte mit einem so grausamen Angriff davonkommen.“ Die Türkei, aber auch die USA und andere Regierungen im Westen machen für diesen Angriff mit mehr als 80 Toten die syrische Regierung verantwortlich. Russland beschuldigt dagegen die Rebellen.

Erdogan forderte eine Durchsetzung der im Dezember vereinbarten Waffenruhe in Syrien, die auf Initiative der Schutzmächte Russland, Türkei und Iran zustande kam. Erdogan warf „manchen Parteien“ vor, diesen Prozess sabotieren zu wollen. Der türkische Präsident nannte die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und das Terrornetz Al Kaida, aber auch die syrischen Kurden-Milizen der YPG „Vampire“, die sich „von Blut und Tränen“ ernährten.

Der Abschuss eines russisches Kampfjets durch die Türkei 2015 hatte die bilateralen Beziehungen zwischen Russland und die Türkei schwer belastetet. Erst 2016 entspannten sich die Beziehungen zwischen den beiden Ländern. Im März dieses Jahres hatte Erdogan den russischen Präsidenten in Moskau besucht. Putin betonte in Sotschi, dass die Beziehungen zur Türkei nun wieder zurück auf dem alten Stand seien. „Wir können mit Überzeugung feststellen, dass die Periode der Wiederherstellung abgeschlossen ist“, sagte Putin. Erdogan äußerte sich zufrieden über den Stand der politischen Beziehungen.

Beide Länder einigten sich auf eine schrittweise Aufhebung der Sanktionen, die nach dem Vorfall verhängt worden waren. „Wir haben uns auf eine umfassende Lösung verständigt“, sagte Putin. Die Sanktionen gegen türkische Waren und Dienstleistungen würden in naher Zukunft aufgehoben. Einen genauen Zeitraum nannte Putin nicht. Bis auf weiteres sei etwa die Einfuhr türkischer Tomaten zum Schutz russischer Produzenten verboten. Nach Angaben des Kremls wird in naher Zukunft das Importverbot für russisches Getreide in die Türkei aufgehoben.

Auch die Zahl der russischen Touristen an der türkischen Küste sei wieder gestiegen. Ein Drittel der Touristen habe in den jüngsten Ferien die Türkei besucht, sagte Putin. Die Zahl der russischen Touristen ist nach dem Putschversuch im vergangenen Sommer und den Terroranschlägen massiv zurückgegangen. „Gerade deshalb ist es sehr wichtig, dass die Sicherheit für russische Staatsbürger in den türkischen Urlaubsorten garantiert ist“, sagte Putin. Russland sei nun auch bereit, die Visa-Bestimmungen für türkische Staatsbürger zu lockern.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Wenn man EgoWahn berechtigterweise zum Pack zählt, dann fällen mir als passende Gegenparts zuerst einige pa(c)ktierende Figuren in Berlin und Brüssel ein, die katzbuckelnd und jeden moralischen Preis zahlend am liebsten am Katzentisch in Ankara wieder Platz nehmen würden.

    Anders als Merkel und Juncker verfolgt Putin mit der Besuchserlaubnis für EgoWahn (wann war der Typ eigentlich zum letzten Mal bei der ohne Kopftuch in Berlin, weshalb die umso öfter seinen Gnadenerweis zu Audienzen in Ankara – allerdings jedes Mal erfolglos – nutzte?) ein klares strategisches Ziel und erlässt erst jetzt entsprechend wohlweislich einen Teil seiner Sanktionen gegen die Türkei und unterstützt die Türkei wirtschaftlich und so EgoWahn in seinem Glauben, er könne als neuer islamistischer Herr in einem neuosmanischen Großreich in die (seine) Geschichtsbücher) eingehen.

    Von Paktieren vermag ich da nichts zu erkennen.

  • es gibt ein Sprichwort, nach der sich die von Herrn Gabriel so gern genannte Gruppe von Personen sich mal schlägt, mal verträgt.


  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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