Erdogan
Türkei hofft auf Visumfreiheit und EU-Beitritt

Die vereinbarte Visumsfreiheit für Türken im Schengen-Raum wertet der türkische Staatspräsident Erdogan als Annäherung zwischen der Türkei und der EU. Eine bestimmte EU-Forderung lehnt die Türkei hingegen weiter ab.

IstanbulTrotz wachsender Differenzen mit der EU hofft der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan auf Visumfreiheit und eine Beschleunigung des Beitrittsprozesses für sein Land. Die EU-Mitgliedschaft sei weiterhin ein „strategisches Ziel“, teilte Erdogan am Montag anlässlich des Europatages mit.

Die EU lasse sein Land seit mehr als 50 Jahren vor der Türe stehen, was in der Türkei zu „Überdruss“ geführt habe. Er hoffe, dass die vereinbarte Visumfreiheit für Türken für den Schengen-Raum diesen Überdruss nun lindern und die Beitrittsverhandlungen beschleunigen werde.

Erdogan teilte mit, sein Land werde in der Flüchtlingskrise weiter mit der EU zusammenarbeiten, „damit die Leiden sich nicht wiederholen und bleibende Lösungen für die aktuellen Probleme gefunden werden“. Zugleich forderte der Staatspräsident die EU dazu auf, „im Kampf gegen Terrorismus eine entschlossenere Haltung zu zeigen“.

Erdogan lehnt die EU-Forderung nach einer Änderung der Terrorgesetze in der Türkei ab. Diese Änderung ist einer der fünf offenen Punkte, die Ankara noch erfüllen muss, damit Türken wie geplant Ende Juni von der Visumpflicht für den Schengen-Raum befreit werden. Die Visumfreiheit ist Teil des Flüchtlingspaktes, den der scheidende Ministerpräsident Ahmet Davutoglu mit der EU ausgehandelt hat.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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