Erfolg für AU
Präsident von Togo zurückgetreten

Faure Gnassingbé ist drei Wochen nach seiner umstrittenen Machtübernahme vom Amt des Staatspräsidenten des westafrikanischen Staates Togo zurückgetreten.

HB LOMÉ/NAIROBI. Unter zunehmendem internationalen Druck gab Gnassingbé seine Amtsaufgabe am Freitag im staatlichen Fernsehen bekannt. Es ist das erste Mal, dass es der Afrikanischen Union (AU) gelungen ist, einen Staatsstreich rückgängig zu machen. Die westafrikanische Staatengemeinschaft (ECOWAS) hob die zuvor verhängten Sanktionen gegen Togo auf.

Gnassingbé kündigte an, bei den Präsidentenwahlen in etwa zwei Monaten kandidieren zu wollen. Bis dahin soll der Parlamentsvorsitzende Abbas Bonfoh als Interimspräsident amtieren.

Unmittelbar nach dem Tod des bis dahin dienstältesten afrikanischen Staatschefs Gnassingbé Eyadema am 5. Februar hatte das Militär dessen Sohn als Nachfolger eingesetzt. Das Parlament legalisierte dies anschließend durch eine Verfassungsänderung. Aus Protest verhängten die westafrikanischen Staaten unter anderem ein Waffenembargo. Die AU kündigte Togo vorläufig die Mitgliedschaft und forderte Neuwahlen, wie von der ursprünglichen Verfassung vorgesehen.

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