Erfolg für deutschen Waffenlobyisten
Expremier muss Hunderttausende an Schreiber zahlen

Der ehemalige kanadische Ministerpräsident Mulroney soll 470 000 kanadische Dollar an seinen früheren Geschäftspartner Karlheinz Schreiber zahlen, der aktuell in Kanada gegen seine Auslieferung an Deutschland kämpft.

HB OTTAWA. Ein kanadisches Gericht hat dem deutschen Waffenlobyisten Karlheinz Schreiber einen Anspruch auf die Erstattung in Höhe von mehr als 300 000 Euro zugesprochen. Der gegen seine Auslieferung nach Deutschland kämpfenden Geschäftsmann hatte Medienberichten zufolge Brian Mulroney verklagt. Dieser habe das Geld nach Darstellung Schreibers nach seinem Ausscheiden dem Amt für Hilfe bei der Vermittlung mehrerer Geschäfte angenommen. Die entsprechenden Gegenleistungen habe er jedoch nicht erbracht. Den Berichten zufolge bestreitet Mulroney dies und will das Urteil anfechten.

Unabhängig von dem Rechtsstreit mit Mulroney droht Schreiber die Auslieferung nach Deutschland, wo die Staatsanwaltschaft Augsburg gegen ihn ermittelt. Bereits im März 2000 wurde Anklage gegen Schreiber erhoben, dem Untreue, Bestechung, Betrug und Steuerhinterziehung vorgeworfen wird. Er gilt als Schlüsselfigur der CDU-Parteispendenaffäre.

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