Erfolgreicher Test
„Heißen Draht“ zwischen Süd- und Nordkoreas Militärs

Süd- Und Nordkorea haben zwischen ihren Streitkräften einen „Heißen Draht“ eingerichtet. Dieser Weg der Kommunikation dient der militärischen Entspannung. Das Verteidigungsministerium in Seoul teilte mit, die Fernsprechverbindung sei am Mittwoch erfolgreich getestet worden.

HB SEOUL. Die Leitung soll vor allem dazu beitragen, militärische Zwischenfälle entlang der umstrittenen Seegrenze im Gelben Meer zu vermeiden. In der Vergangenheit kam es vor der Westküste der koreanischen Halbinsel wiederholt zu Seegefechten mit zahlreichen Toten und Verletzten.

Die Telefon- und Faxleitungen bestehen zwischen einem Verbindungsbüro südlich der so genannten demilitarisierten Zone (DMZ) zwischen beiden Ländern und einem militärischen Verbindungsbüro auf nordkoreanischer Seite. Beide koreanischen Staaten hatten sich im vergangenen Monat bei Militärgesprächen auf vertrauensbildende Maßnahmen geeinigt. Dazu gehört auch, die bereits begonnene Beseitigung von Propaganda-Ausrüstungen auf beiden Seiten der schwer bewachten Landesgrenze zu beenden.

Beide Koreas befinden sich völkerrechtlich gesehen immer noch im Kriegszustand, da das seit dem Ende des Korea-Kriegs (1950-53) noch immer gültige Waffenstillstandsabkommen bis heute nicht durch einen Friedensvertrag ersetzt werden konnte. Erst im Juli war zwischen beiden Ländern die erste private Fernsprechleitung seit 60 Jahren eingerichtet worden. Sie soll am 15. August aus Anlass des 60. Jahrestages der Befreiung von japanischer Kolonialherrschaft erstmals „Videokonferenzen“ zwischen Angehörigen getrennt lebender Familien ermöglichen.

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