Erhebliche Kartellrechtliche Probleme
Einwände der EU gegen Lagardere-Vivendi-Geschäft

Gegen die geplante Übernahme des europäischen Verlagsgeschäfts von Vivendi Universal durch das französische Unternehmen Lagardere hat die Europäische Kommission Einwände.

HB BRÜSSEL. Der französische Mischkonzern bestätigte am Montag den Eingang eines entsprechenden Schreibens. Zugleich kündigte das Unternehmen an, weiter mit der Kommission zusammenzuarbeiten um das Geschäft im Volumen von 1,2 Milliarden Euro weiter vorantreiben zu können. Die Behörde habe Lagardere ein Schreiben geschickt, in dem so erhebliche kartellrechtliche Probleme der Übernahme thematisiert würden, dass Lagardere tief greifende Änderungen vornehmen müsse, um das Geschäft noch zu retten, erfuhr Reuters am Montag aus den Kreisen.

Ein Kommissionssprecher bestätigte lediglich, dass ein Schreiben mit Einwänden gegen die Übernahme an Lagardere geschickt worden sei. Zu weiteren Details machte er keine Angaben. Lagardere hat nun bis zum 2. Dezember Zeit, zu dem Schreiben Stellung zu nehmen und Zugeständnisse zu machen. Die Frist für eine endgültige Entscheidung der EU-Kommission läuft bis zum 13. Januar.

Lagardere hatte im Oktober 2002 die Übernahme aller Verlagsbeteiligungen von Vivendi Universal außerhalb der USA für rund 1,2 Milliarden Euro angekündigt. Durch die Übernahme würde das größte Verlagshaus für französisch-sprachige Publikationen entstehen. Die EU-Kommission hatte im Juni wegen kartellrechtlicher Bedenken eine intensive Prüfung des Vorhabens eingeleitet. Weil die Behörde weitere Informationen von Lagardere anforderte, hatte sich das Verfahren verzögert.

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