Erklärung unterzeichnet
Nord- und Südkorea wollen offiziell Frieden schließen

Historisches Ereignis in Asien: Nord- und Südkorea wollen ihren Kriegszustand offiziell beenden und dazu Gespräche mit China und den USA suchen. Die Staatschefs Kim Jong Il und Roh Moo Hyun unterzeichneten eine entsprechende Erklärung. Von seinen Kritikern muss sich Roh unterdessen einen schweren Vorwurf gefallen lassen.

HB SEOUL. Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Il und der südkoreanische Präsident Roh Moo Hyun unterzeichneten nach dreitägigen Gesprächen eine gemeinsame Erklärung. Beide Seiten bekunden darin ihren Willen, das Waffenstillstandsabkommen zur Beendigung des Koreakriegs von 1953 durch einen Friedensvertrag zu ersetzen.

Laut der Erklärung wollen Nord- und Südkorea künftig eng zusammenarbeiten, um die militärischen Feindseligkeiten auf der koreanischen Halbinsel zu beenden und den Frieden zu sichern. Beide Seiten vereinbarten ferner, sich häufiger zu Gipfelbegegnungen zu treffen. Ein Zeitrahmen wurde nicht genannt. Allerdings wurden für die kommenden Monate Treffen der Verteidigungsminister und der Ministerpräsidenten beider Länder angesetzt.

Mit dem Abschluss eines Friedensvertrags zwischen den beiden koreanischen Staaten, dem auch die damaligen Kriegsmächte China und USA zustimmen müssten, ginge der letzte große Konflikt des Kalten Krieges zu Ende. US-Präsident George W. Bush hatte erklärt, der Korea-Krieg könne formell erst nach der kompletten Einstellung des nordkoreanischen Atomprogramms beendet werden.

Das umstrittene Nuklearprogramm ist in der gemeinsamen Erklärung lediglich mit einem Satz erwähnt. So hieß es, beide Länder wollten sich für eine reibungslose Umsetzung bereits bestehender Vereinbarung einsetzen. Pjöngjang hatte am Mittwoch im Rahmen der Sechsländergespräche in Peking zugesagt, seine Atomanlage in Yongbyon bis Ende Dezember vollständig stillzulegen. Roh erklärte auf der Rückfahrt, während eines kurzen Aufenthaltes in der grenznahen Sonderwirtschaftszone Kaesong, er sei zuversichtlich, dass die Sechs-Parteien-Gespräche in Peking schnell voran kämen.

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