Ermittlungen wegen Anschlag
BND-Mitarbeiter im Kosovo müssen vor Gericht

Drei mutmaßliche Mitarbeiter des deutschen Geheimdienstes BND im Kosovo werden vor Gericht zitiert. Gegen sie wird wegen des Anschlags auf das Gebäude der internationalen Provinzverwaltung in Pristina ermittelt.

HB BERLIN/PRISTINA. Die drei festgenommenen Deutschen arbeiteten für den Bundesnachrichtendienst (BND), sagte ein Polizeiangehöriger Reuters in Pristina. Noch am Samstag sollten sie vor dem Ermittlungsrichter erscheinen, hieß es weiter.

Der BND lehnte eine Stellungnahme ab. Das Auswärtige Amt bestätigte lediglich die bereits bekannte Festnahme dreier Deutscher, wollte aber keine weiteren Angaben machen. Auch das Innenministerium in Berlin wollte sich nicht äußern.Einem Bericht der kosovarischen Zeitung "Express" zufolge handelt es sich um drei 41- bis 47-jährige Männer, deren Namen in dem Bericht auch genannt werden.

Die drei Deutschen werden von der Polizei in Pristina verdächtigt, vor einer Woche einen Sprengsatz auf das Büro des EU-Sonderbeauftragten Pieter Feith im Kosovo geworfen zu haben. Feiths Büro überwacht die Unabhängigkeit der ehemaligen serbischen Provinz. Menschen wurden bei dem Anschlag nicht verletzt, allerdings gingen Fenster zu Bruch. "Der Spiegel" berichtete vorab, die drei hätten versucht, den Anschlag aufzuklären. Sie seien im Kosovo nicht als Diplomaten angemeldet gewesen. Einer von ihnen sei dabei beobachtet worden, wie er in ein leeres Nachbargebäude einstieg, aus dem offenbar der Sprengsatz geworfen worden war.

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