Ermittlungen wegen sexueller Nötigung
Staatsanwalt legt Katzav Amtsniederlegung nahe

dpa JERUSALEM. Der israelische Generalstaatsanwalt hat Staatspräsident Mosche Katzav angesichts der Ermittlungen wegen sexueller Nötigung mehrerer Frauen eine vorübergehende Amtsniederlegung nahe gelegt. Israelische Medien berichteten, Menachem Masus habe dies in einer Antwort auf eine Klage vor dem Obersten Gericht in Jerusalem mitgeteilt.

„Während polizeilicher Ermittlungen gegen den Staatspräsidenten wegen des Verdachts schwerer krimineller Vergehen (...) sollte der Präsident erwägen, sich an das Parlament zu wenden, um eine vorübergehende Amtsniederlegung zu erwirken“, hieß es in dem Schreiben von Masus.

Die Polizei hatte vor zwei Wochen nach Abschluss der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft eine Anklage gegen Katzav wegen Vergewaltigung, sexueller Nötigung mehrerer Frauen sowie Korruption im Amt empfohlen.

Katzav hat wiederholt seine Unschuld beteuert und sich als Opfer eines Erpressungsversuchs bezeichnet. Eine Entscheidung der Staatsanwaltschaft wird in Kürze erwartet. Der Präsident hat erklärt, er wolle im Falle einer Anklage zurücktreten.

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