Ermittlungen zur Vatikanbank
Geistlicher wegen Korruptionsverdacht festgenommen

Die Polizei hat den den Geistliochen Monsignor Nunzio Scarano festgenommen. Ihm wird Korruption und Betrug vorgeworfen. Sein Anwalt berichtet von 20 Millionen Euro, die über die Grenze gebracht werden sollten.
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RomIm Zuge der Ermittlungen gegen die Vatikanbank IOR ist Monsignore Nunzio Scarano, ein hoher Geistlicher aus Salerno, festgenommen worden. Ihm und zwei weiteren Beschuldigten werden Korruption und Betrug vorgeworfen, wie italienische Medien am Freitag berichteten. Bei den anderen Festgenommenen handelt es sich nach diesen Angaben um einen Geheimdienstmann und um einen Finanzexperten.

Scaranos Anwalt, Silverio Sica, teilte am Freitag mit, die italienische Polizei habe den Bischof wegen eines mutmaßlichen Plans festgenommen, 20 Millionen Euro in einem Regierungsflugzeug aus der Schweiz nach Italien zu schaffen. Der Plan sei letztlich nie in die Tat umgesetzt worden.

Scarano sei ein Mittelsmann gewesen, sagte der Anwalt. Freunde hätten ihn gebeten, 20 Millionen Euro, die ein Börsenhändler in der Schweiz für sie hätte investieren sollen, zurückzubeschaffen. Ein italienischer Geheimdienstagent sollte das Geld daraufhin in einem Regierungsflugzeug nach Rom bringen. Der Plan scheiterte, weil der Broker sich nach einer anfänglichen Zusage weigerte, das Geld zu übergeben. Auch der Agent und der Broker wurden festgenommen.

In der süditalienischen Stadt Salerno wird gegen Scarano bereits seit zwei Wochen wegen des Verdachts auf Geldwäsche ermittelt. Im Zuge dessen wurde er auch von seinem Posten in der Vermögensverwaltung des Heiligen Stuhls suspendiert.

Die Vatikanbank Istituto per le Opere di Religione IOR (Institut für die religiösen Werke) ist immer wieder mit Skandalen in Verbindung gebracht worden und stand lange wegen wenig transparenter Geschäfte in der Kritik. Erst am Mittwoch hatte Papst Franziskus ein neues Gremium ins Leben gerufen, dass die Geschäfte der Vatikanbank beobachten soll.

Im September 2010 waren Ermittlungen gegen den damaligen Präsidenten Ettore Gotti Tedeschi und den damaligen Generaldirektor Paolo Cipriani wegen Verstoßes gegen das Geldwäschegesetz eingeleitet worden. Die Ermittlungen führten zur Entlassung der Führung des Geldinstituts und zur Einfrierung von Millionen Euro. Doch schon zuvor hatten zahlreiche Skandale das Image der Bank beschädigt, die Ermittlungen zufolge wiederholt der Mafia zur Geldwäsche diente.

Im Juli 2012 forderte der Europarat das Geldhaus, das unter anderem die Spenden der katholischen Kirche verwaltet, zu mehr Einsatz im Kampf gegen Geldwäsche auf. In einem Bericht monierte der Europarat, dass vor allem die Kontrolle durch die vatikanische Finanzbehörde unzureichend sei. Diese erklärte im Mai, den Kampf gegen Geldwäsche zu verstärken. Auch der neue Chef der Vatikanbank, Ernst von Freyberg, versprach, das Geldinstitut endlich aus den Negativschlagzeilen zu bringen.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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Associated Press / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Das ist sicher für und im Namen des Glaubens geschehen und somit erlaubt, wie auch alles andere ob Mord oder Diebstahl (siehe Kreuzzüge und gewaltsame Missionierung in Afrika oder Amerika). Ebenso ist auch bei den "Fachleuten und Bereicherern", alles im Namen des Glaubens erlaubt.
    Der Glaube/Religion, die größte Geißel der Menschheit, egal welche.

  • Das Heil liegt im Jenseits! Was sollen also solche Lappalien im Diesseits? Eine Beichte genügt, und alles ist verziehen.

  • Der Herr hats gegeben, der Herr hats genommen.
    In diesem Fall mehr letzteres.

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