Ermittlungsverfahren
Timoschenko wird zu neuen Vorwürfen befragt

Julia Timoschenko ist bereits zu sieben Jahren Haft wegen Amtsmissbrauchs verurteilt, doch schon steht das nächste Verfahren gegen sie an. Am Montag wird sie von der Staatsanwaltschaft zu neuen Vorwürfen befragt.
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KiewBereits am Montag will die Staatsanwaltschaft die inhaftierte ukrainische Oppositionspolitikerin Julia Timoschenko zu den neuen Vorwürfen gegen sie befragen. Die Ermittler werfen der einstigen Ikone der demokratischen Revolution in der Ukraine vor, in den 90er-Jahren Schulden eines von ihr geführten Energieunternehmens auf den Staat abgewälzt zu haben.

Am vergangenen Dienstag hatte ein Kiewer Gericht Timoschenko wegen Amtsmissbrauchs zu sieben Jahren Haft verurteilt. Die von ihr als Premierministerin ausgehandelten Gasverträge mit Russland sollen für die Ukraine nachteilig gewesen sein.

Westliche Politiker kritisieren das Vorgehen der Justiz gegen Timoschenko als politisch motiviert. Die EU droht der Ukraine, die Verhandlungen über ein Assoziierungsabkommen einzufrieren. Um dem zu entgehen, könnte das ukrainische Parlament am Dienstag eine Amnestie für Timoschenko beschließen, die allerdings voraussichtlich nur das bereits gefällte Urteil betreffen würde.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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