Erneut Ausschreitungen
Nordirland leidet wieder unter Gewalt

Brandsätze, Steine und Flaschen: In Nordirland ist der Konflikt zwischen Katholiken und Protestanten erneut entbrannt. In der Nacht zum Dienstag kam es wieder einmal zu blutigen Ausschreitungen in der Hauptstadt Belfast.
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London, BelfastNationalistische Gruppen hätten in der Hauptstadt Belfast mindestens sieben Polizisten verletzt, teilte die Polizei am Morgen mit. In einem Fall sei ein Bus gekapert und versucht worden, ihn in eine Polizeiabsperrung zu steuern. Gewalttätige hätten zudem Brandsätze, Steine und Flaschen geworfen, auch Schüsse seien zu hören gewesen.

Die gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen katholischen Nationalisten, die für eine Wiedervereinigung des britischen Nordirlands mit der Republik Irland eintreten, und protestantischen Loyalisten war in den vergangenen Wochen wieder neu aufgeflammt. Im Laufe des Dienstags wollen Mitglieder und Anhänger des protestantischen Oranierordens mit einem Parademarsch ihres Sieges über die Katholiken vor mehr als 300 Jahren gedenken.

1690 hatte Wilhelm von Oranien den katholischen König Jakob II. vernichtend geschlagen und dem Protestantismus zum Sieg verholfen. Zum Gedanken an Wilhelm wurde der Oranier-Orden gegründet, der jährlich einen Parademarsch in Erinnerung des Sieges abhält. Der Orden ist umstritten. Kritiker halten ihn für radikal.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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