Erneut zwei Bombenattentate in Istanbul
El Kaida bekennt sich zu Anschlagswelle

Nur fünf Tage nach dem Doppelanschlag auf zwei Synagogen hat es in der türkischen Millionenstadt Istanbul am Donnerstagmorgen eine Welle neuer Anschläge gegeben.

HB ISTANBUL. Bei den zwei Selbstmordanschlägen auf britische Einrichtungen sind am Donnerstag mindestens 26 Menschen getötet und rund 400 verletzt worden. Ein Anrufer bei der Nachrichtenagentur Anatolien bekannte sich im Namen der El-Kaida-Organisation des Moslem-Extremisten Osama bin Laden zu der Tat.

Die Explosionen ereigneten sich kurz nacheinander nahe der türkischen Zentrale der britischen Investmentbank HSBC und am britischen Konsulat. An den Orten der Explosionen waren die Straßen mit Trümmern übersät, blutende Menschen irrten umher. US-Präsident George W. Bush und der britische Premierminister Tony Blair sprachen von einem gezielten Terrorakt, von dem sie sich in ihrem weltweiten Kampf gegen den Terrorismus nicht einschüchtern ließen. Die türkische Regierung stellte einen Zusammenhang mit den Bombenanschlägen auf zwei Synagogen in der 12-Millionen-Stadt her, bei denen am Samstag 25 Menschen ums Leben gekommen waren. An den Finanzmärkten rutschten die Aktienkurse innerhalb von Minuten nach den ersten Meldungen über die Explosionen kräftig ab, während die Preise für die als sicherere Anlage geltenden Anleihen zulegten. Die türkische Börse wurde nach ersten Panikverkäufen geschlossen.

Der erste Anschlag ereignete sich in einer breiten Straße im Herzen des Finanzviertels Istanbuls. Das zwölfstöckige HSBC-Gebäude und ein neu gebautes großes Einkaufszentrum mit einer Glasfront wurden durch die Detonation stark beschädigt, die Straßen waren mit Trümmern übersät. Schockierte Passanten starrten auf die Szenerie, Helfer kümmerten sich um blutende Menschen. Aus dem HSBC-Gebäude stieg auch Stunden nach der Explosion noch immer Rauch auf, die Fassade war zerstört. Um das Gebäude der nach Marktkapitalisierung zweitgrößten Bank der Welt lagen Trümmer, Scherben und Körper von Opfern verstreut.

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